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Eileen Murray Die Bridgewater-Chefin soll es bei Wells Fargo richten

Die Co-Chefin des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater ist für den Spitzenjob bei Wells Fargo im Gespräch. Die US-Großbank ist skandalgeschüttelt.
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Die gelernte Buchhalterin kommt aus einfachen Verhältnissen. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Eileen Murray

Die gelernte Buchhalterin kommt aus einfachen Verhältnissen.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

New YorkSie gehört zu den mächtigsten Frauen der Finanzwelt – und doch ist Eileen Murray kaum bekannt. Die 61-Jährige ist Co-Chefin von Bridgewater, dem weltgrößten Hedgefonds mit Sitz in den USA. Sie fungiert jedoch vor allem als eine Art Innenministerin, leitet Besprechungen, sorgt für den reibungslosen Ablauf der Prozesse bei dem von Ray Dalio gegründeten Hedgefonds, der 160 Milliarden Dollar an Vermögenswerten verwaltet.

Murray zeichnet sich auch für eine komplexe Umstellung in der Buchhaltung verantwortlich, ein Projekt, das mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Ihr Co-Chef David McCormick konzentriert sich vor allem auf den Kundenkontakt.

Doch schon bald könnte Murray deutlich stärker in den Vordergrund treten. Sie sei für den Chefposten bei Wells Fargo im Gespräch, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Die skandalgeschüttelte US-Bank, deren Mitarbeiter Millionen von Scheinkonten für ahnungslose Kunden eingerichtet hatten, sucht derzeit einen Nachfolger für Tim Sloan, der im April überraschend sein Amt niederlegte. Der politische Druck auf den Manager war offenbar zu groß geworden.

Murray wäre damit die erste Frau an der Spitze einer großen US-Bank. Großaktionär Warren Buffett hatte angeregt, dass Sloans Nachfolger nicht von der Wall Street kommen sollte. Ob er mit der Chefin eines Hedgefonds einverstanden wäre, ist unklar.

Immerhin: Murray kommt aus einfachen Verhältnissen und vermittelt Bodenständigkeit. Als eines von neun Kindern wuchs sie in einer Sozialwohnung in New York auf. Nach ihrem Abschluss als Buchhalterin am wenig glamourösen Manhattan College machte sie zunächst bei Morgan Stanley und später bei Credit Suisse Karriere. Seit 2009 arbeitet sie bei Bridgewater. Dalio machte sie und McCormick 2017 zu Co-Chefs, damit er sich um seine Autobiografie kümmern kann.

Belastbarkeit hat Murray längst bewiesen. Bridgewater ist bekannt für eine schonungslos offene Unternehmenskultur, bei der sich Mitarbeiter ständig bewerten – und Schwächen der anderen thematisieren.
Mehr: Für Ray Dalio geht die Schere zwischen Arm und Reich in den USA zu weit auseinander. Der Bridgewater-Gründer schlägt Alarm.

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