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"Ein gewaltiger Sprung nach vorn“ DAB Bank kauft Fondsdepotverwalter

Die Hypo-Vereinsbank-Tochter DAB Bank kauft die auf Fondsdepotverwaltung spezialisierte FSB Fonds Service Bank. Mit der Übernahme steigt der Online-Broker nach eigenen Angaben zur Nummer eins unter den Direktbanken im Wertpapiergeschäft auf.

HB MÜNCHEN. „Mit dem Kauf der FSB machen wir einen gewaltigen Sprung nach vorn“, sagte Vorstand Jens Hagemann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Durch die Übernahme verdoppelt sich die Zahl der verwalteten Depots der DAB Bank nahezu auf rund 874 000. Damit verfüge die DAB Bank nun über zwei praktisch gleich starke Säulen aus Privatkundengeschäft und Diensten für andere Unternehmen oder Finanzvermittler. Die FSB gehört bislang Kapitalanlagegesellschaften der Großbank HVB und der Münchener Rück, die auch weiterhin Geschäfte über die FSB abwickeln werden.

Die DAB Bank will die FSB Anfang 2005 übernehmen und die Integration bis zum Jahresende 2005 abschließen. Für 2006 rechnet Hagemann mit einem Gewinnbeitrag von zwei Mill. € vor Steuern, der in den Jahren darauf deutlich ansteigen soll. An der Börse legte der Kurs der DAB Bank deutlich zu.

Hagemann stellte weitere Übernahmen in der Wertpapierdepotverwaltung in Aussicht. „Wir werden uns auf dieser Position nicht ausruhen“, sagte er. Für solche Spezialbanken wie die FSB, die die Nummer fünf im Markt sei, sehe er eine kritische Größe von etwa 750 000 Depots, und es gebe einige Marktteilnehmer, die kleiner seien.

Ein so genannter Goodwill, der möglicherweise abgeschrieben werden müsste, wird nach DAB-Angaben bei der FSB-Übernahme nicht anfallen. Üblicherweise kann ein solcher Goodwill entstehen, wenn der Kaufpreis das Eigenkapital übersteigt, das die DAB Bank für die FSB mit 12,8 Mill. € bezifferte. Einen genauen Kaufpreis nannte Hagemann aber nicht. Die im kommenden Jahr anfallenden Restrukturierungskosten würden aus dem FSB-Eigenkapital gedeckt, so dass das Ergebnis der DAB Bank im kommenden Jahr nicht belastet werde. Das verwaltete Vermögen der DAB Bank steigt durch die Übernahme um 3,8 Mrd. € auf 16,65 Mrd. €.

Nach den Worten Hagemanns verspricht sich die DAB Bank von der Integration erhebliche Kostenvorteile, da etwa die eigene IT-Plattform stärker ausgelastet werde. Deutliches Wachstumspotenzial sehe er wegen der zunehmenden Bedeutung der privaten Altersvorsorge vor allem auch aus der künftigen Zusammenarbeit mit dem Vermögensverwalter der Münchener Rück, Meag. Die Meag, der bislang 50 % der FSB gehörte, verwaltet auch die Vermögensanlagen von Ergo, der Erstversicherungstochter des weltgrößten Rückversicherungskonzerns.

Auf die Ergebnisse der DAB Bank im laufenden Jahr hat die Übernahme nach den Angaben keine Auswirkungen. Vorstand Alexander von Uslar bekräftigte die Ziele des Unternehmens und ergänzte, im Oktober sei das Geschäft besser gelaufen als in den schwächeren Monaten zuvor. Nach der Entwicklung der DAB Bank in den ersten neun Monaten des Jahres werde das Unternehmen voraussichtlich auch das Versprechen einhalten können, für dieses Jahr eine Dividende zu zahlen.

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