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Einbruch im Handelsgeschäft Warum die Schwäche von JP Morgan für Europas Banken ein schlechtes Omen ist

Das Handelsgeschäft der US-Investmentbank JP Morgan brach im ersten Jahresquartal ein. Keine guten Aussichten für die europäischen Wettbewerber.
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JP Morgan: Jennifer Piepszak löst Marianne Lake als Finanzchefin ab Quelle: Reuters
Zentrale von JP Morgan in New York

Das mit Abstand größte Kreditinstitut in den USA ernennt Jennifer Piepszak zur neuen Finanzchefin.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEigentlich ist es eine gute Nachricht für die internationalen Großbanken: Der Wall-Street-Riese JP Morgan eilt von Rekord zu Rekord. Das mit Abstand größte Kreditinstitut in den USA verdiente im ersten Quartal 9,2 Milliarden Dollar – ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und so viel wie noch nie. Eine Schwäche leistete sich allerdings auch JP Morgan: Im Handelsgeschäft brachen die Einnahmen im ersten Quartal um 17 Prozent ein.

Jamie Dimon, der Vorstandschef der US-Bank, wird diesen Rückschlag verkraften können. Für das Investmentbanking der großen europäischen Geldhäuser ist es allerdings ein schlechtes Omen: Sergio Ermotti, der Vorstandschef der Schweizer Großbank UBS, zeichnete bereits ein ausgesprochen düsteres Bild: „Es ist eines der schlimmsten ersten Quartale in der neueren Geschichte“, warnte Ermotti Mitte März.

Der Ertrag aus dem Investmentbanking sei im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel eingebrochen. Für den Banker Grund genug, die Renditeziele zu kassieren und neue Sparmaßnahmen anzukündigen.

Die UBS dürfte keine Ausnahme bleiben. Die Banken-Analysten von JP Morgan gehen davon aus, dass die Erträge im Investmentbanking im ersten Quartal im Schnitt um knapp 20 Prozent gefallen sind. Deshalb hat Analyst Kian Abouhossein die Schätzungen für den Gewinn je Aktie aller großen Investmentbanken gesenkt.

Am härtesten traf es die Deutsche Bank, deren Gewinnprognose der Experte gleich um sieben Prozent gestutzt hat. „Wir bevorzugen Investmentbanken mit der Fähigkeit, in einem schwierigen Umfeld Kostenflexibilität zu zeigen“, schreibt Abouhossein. Probleme sieht er bei den Frankfurtern vor allem im wichtigen Handelsgeschäft.

Grafik

Die 17 von der Deutschen Bank auf ihrer Webseite erfassten Analysten erwarten für das erste Quartal im Schnitt einen Rückgang der Erträge im Handelsgeschäft um rund 20 Prozent. Für den gesamten Bereich Corporate und Investmentbanking sagen die Analysten ein Minus von über zehn Prozent bei den Erlösen und einen Verlust vor Steuern von 13 Millionen Euro voraus.

Die Bank wird am 26. April die Ergebnisse des ersten Quartals bekanntgeben. Die ersten drei Monate des Jahres sind bei den Handelserträgen traditionell die stärksten. Die Erträge der Deutschen Bank aus dem Handel schwächeln bereits seit sieben Quartalen.

Deshalb spielt die Frage, wie Zuschnitt und Größe des Investmentbankings aussehen sollen, auch eine wichtige Rolle bei den derzeit laufenden Fusionsgesprächen mit der Commerzbank. Für die gesamte Bank erwarten die Analysten im Schnitt einen Quartalsgewinn vor Steuern von nur noch 143 Millionen Euro nach 432 Millionen im Vorjahr.

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