Eine Branche im Umbau Banken müssen sich Rekordgewinne abschminken

Zinstief, Schuldenkrise, Konzernumbauten – Deutschlands Banken haben schon bessere Zeiten gesehen. Zwar machen die größten Häuser wieder Gewinne, aber die Finanzkrise wirkt dennoch heftig nach.
Update: 13.05.2013 - 18:22 Uhr 10 Kommentare
Über den Frankfurter Bankentürmen braut sich ein Unwetter zusammen. Quelle: dpa

Über den Frankfurter Bankentürmen braut sich ein Unwetter zusammen.

(Foto: dpa)

FrankfurtMit Kapitalerhöhungen in Milliardenhöhe päppeln sich in diesen Tagen die Deutsche Bank und die Commerzbank auf. Sie wollen damit das Eigenkapital stärken, damit die eigene Krisenfestigkeit belegen und zukunftssicher aufgestellt sein. Die Kapitalausstattung wird von den Aktionären verlangt – bei der Deutschen Bank hatte das frische Kapital vorletzte Woche sogar zu einem Kurssprung geführt.

Das Fettpolster könnte nötig sein, um über schwierige Jahre hinwegzuhelfen. „Goldene Jahre sind für die Banken vorerst nicht in Sicht“, sagt Dirk Müller-Tronnier, Bankenexperte des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young. „Die Konjunktur in Deutschland entwickelt sich schwächer als erhofft, steigende Insolvenzzahlen werden das Risiko von Kreditausfällen weiter erhöhen. Hierfür müssen die Banken vorsorgen, was wiederum die Gewinne drückt“, erklärt Müller-Tronnier. Zudem machten den Instituten das niedrige Zinsniveau und steigende Kapitalanforderungen zu schaffen.

Die Analysten der Großbank JP Morgan beurteilen die Aktie der Commerzbank skeptisch. „Wir sehen derzeit keinen Grund, die Aktie positiver zu bewerten“, so Analyst Jaime Becerril. Vor allem die Gewinnschwäche des als bedeutend gesehenen Mittelstandsgeschäft der Commerzbank hatte enttäuscht. Heute lastete die Meldung auf dem Papier, dass der nötige Kapitalabschlag bei der Kapitalerhöhung mehr als ein Drittel betragen könnte.

Die Ertragslage deutscher Banken im vergangenen Jahr (Vorsteuerergebnis). Übersicht: Ernst & Young – Klick auf Grafik für größere Ansicht Quelle: PR

Die Ertragslage deutscher Banken im vergangenen Jahr (Vorsteuerergebnis). Übersicht: Ernst & Young – Klick auf Grafik für größere Ansicht

(Foto: PR)

Für die 13 größten deutschen Banken hat Ernst & Young für 2012 einen Rückgang des Vorsteuergewinns um rund 18 Prozent von insgesamt rund 9,5 Milliarden auf 7,8 Milliarden Euro errechnet. Bei 10 der 13 Groß- und Landesbanken war das Ergebnis zwar besser als im Vorjahr. Doch vor allem der scharfe Einbruch bei der Deutschen Bank drückte den Jahresvergleich ins Minus.

Im vergangenen Jahr war daher sogar die Unicredit-Tochter Hypo-Vereinsbank (HVB) zur profitabelsten Privatbank Deutschland avanciert. Doch die klassische Rangordnung ist teilweise wieder hergestellt: Im ersten Quartal sank der Vorsteuergewinn der HVB – auch wegen eines Sondereffekts im Vorjahr – um 45 Prozent auf 613 Millionen Euro.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Niedrigzinsen belasten
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

10 Kommentare zu "Eine Branche im Umbau: Banken müssen sich Rekordgewinne abschminken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • NA? DAZU : http://www.gibt-es-gott.de/resources/251bca863a4ff2c19d390fcf9f47f16a.gif

    Frank

  • Eine kleine Genugtuung,aber da muss noch mehr bezahlt werden!

  • @graete

    Bevor Sie sich über die Orthographie anderer aufregen, sollten Sie sich mit den grammatikalischen Regeln der Deutsche Sprache beschäftigen. Anyway.

    Mal von Orthographie und Grammatik abgesehen, sind Sie wirklich ein Polemiker wie er im Buche steht. Und Ihr Geschwätz hat nichts, aber auch rein gar nichts mit diesem Artikel zu tun.

    Hier geht es um die Banken und deren Krise. Eine Krise, die in erster Instanz hausgemacht ist. Krisen haben im Normalfall eine marktbereinigende Wirkung, leider nicht in diesem Fall. Man hatte nichts besseres zu tun, als die Banken, die diesen Schlamassel verursacht haben, als systemrelevant einzustufen. Schwerere Fehler wie ich meine.

    Man hätte alle die, die Jahrzehnte lang Gewinne in Milliardenhöhe eingesteckt haben, zur Kasse bitten sollen und nicht den Steuerzahler. Wenn es Krieg gibt, dann gibt es den wegen der unerhörten Frechheit den kleinen Mann und die kleine Frau für die Fehler der gierigen Manager und Aktionäre bluten zu lassen. Die sitzen immer noch still in ihren Kämmerlein, zählen ihre Scheinchen und warten bis der Spuk vorbei ist.

    Es gibt keine Gerechtigkeit auf dieser Welt, jedenfalls nicht in diesem Leben.

    Frage in die Runde: Wozu braucht die Menschheit ein solch aufgeplustertes Finanzsystem?

  • Wenn eine Bank „abschmiert“ haben auch andere Banken etwas davon. Keine Bank kann sich vollkommen von der Wirtschaft isolieren.

    Ähnlich sieht das mit der Automobilbranche aus. Wird in Deutschland ein Autowerk (Opel) geschlossen leidet auch die nationale und internationale Zulieferindustrie, die die einzelnen Komponenten für die Fahrzeuge herstellen. Die Konsequenz ist, dass auch das Personal der Zulieferindustrie abgebaut wird. Was wiederum die Steuereinnahmen im Bund schmälert. Die Kettenreaktion nach unten lässt sich nicht mehr aufhalten.

    Wir können uns über die Banken ärgern wie wir wollen. Das Grundübel ist die Gemeinschaftswährung. Ohne die Wiedereinführung von Wechselkursen werden die Wirtschaften im Euro-Raum immer mehr einbrechen. In der damaligen DDR haben wir ebenfalls den wirtschaftlichen Zusammenbruch erlebt. Keiner wollte das wahrhaben. Gleich nach der Wiedervereinigung hat sich das ganze wirtschaftliche Ausmaß offenbart.

    So ist das mit der Gemeinschaftswährung. Erst wenn die nationalen Währungen wieder eingeführt werden und der Euro verschwindet, zeigt sich das ganze Ausmaß der Misere. Zurzeit wird mit dem Euro das wahre Problem kaschiert und somit die Bevölkerung geblendet. Der Euro ist ein politisches Blendwerk. Ökonomisch ist der Euro am Ende.

  • Da stecken ja mächtig Emotionen in Ihren Aussagen. Welch eine Verbittung muss man nur in sich tragen!
    Lassen wir die Ortographie oder das Analphabetentum mal weg, was bleibt dann?
    Ja nun, was bleibt, POLEMIK. Nichts als wild aneinander gefügter Zitate, und anhängenden Kommentaren.

    Monsanto, DuPont, Syngenta alles schlimme Firmen, 100%tige Zustimmung. Hat aber leider nichts mit der Bankenbranche zu tun, ebensowenig mit dem Titelthema des handelsblatt Beitrages.

  • Anfügung: John David Rockefeller sagte es 1994 in etwa so, dass man eine "richtig große Krise" benötige, um die Menschen dann für die neue Weltordnung einfach fügbar zu machen. Für solche Pläne ist das noch kein Zeitabstand. WAS nun ist daran Polemik??? Merkel sagte vor wenigen Monaten bis etwa 2 Jahren zur Eurokrise: "wenn wir das nicht schaffen, haben wir wieder Krieg!" WAS bitte ist DARAN: Polemik??? Juncker auf seinem Neujahrsvortrag ganz offiziell und nicht am Rande hinter vorgehaltener Hand: "erinnern wir uns jetzt, im Jahr 2013, an 1913, das letzte Friedensjahr vor dem kalten Krieg!" - WAS bitte ist daran POLEMIK??? Das mit Monsanto, DuPont und Syngenta empfehle ich Ihnen zu recherchieren. Mitunter unter Deutsche MittelstandsZeitung. Vielen Dank.

  • "Leider verkommt diese Kommentarfunktion immer mehr dazu, dass sich Personen berufen fühlen mit unsägliche öder Polemik hervorzuheben." - Genausolche Leute brauchen diese verdeckten Strategen. Das hat nichts mit Polemik zu tun; wenn Sie nicht sehen, dass die niederen Zinsen auch ein Weg zu diesem genannten Ziel sind, dass die von Brabeck (CEO-Chef Néstle) kürzlich erst laut propagierte und eingeforderte Privatisierung des Trinkwassers ("Trinkwasser ist ein Konsumgut, kein Menschenrecht" so in etwa aber aussage-identisch Brabeck) ist, dann gehören Sie zu jenen Analphabeten, die nicht nur keiner aktuellen Orthographie mächtig sind (ihr Kommentar als Spiegelbild wachsenden Analphabetentums) sondern Sie verschlafen auch die Zeichen der nahen Zukunft. Genau die Klientel, welche die Herrschaften benötigen, um weiter agieren zu können. Ala Juncker gerade erst im Frühjahr 2013: "zuerst machen wir einen Feldversuch, probieren aus. Wenn es dann keinen Protest gibt: MACHEN WIR WEITER!"

  • Deutsche Bank-Fitschen: EZB muss weg vom Kurs des billigen Geldes

    Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach Ansicht von Deutsche Bank Co-Vorstand Jürgen Fitschen trägt die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hohe Risiken in sich. Die EZB hatte ihren Leitzins in der vorvergangenen Woche auf ein neues Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt.
    Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte Fitschen, die billige Liquidität von der Zentralbank sei nicht gesund, die Zinsen könnten nicht dauerhaft so niedrig bleiben. „Wir sollten möglichst schnell dahin kommen, dass die Realzinsen wieder positiv werden“, so der Manager.
    Fitschen bezieht sich darauf, dass die Zinsen, die Kunden deutscher Banken derzeit auf ihren Spareinlagen erhalten, unterhalb der aktuellen Teuerungsrate liegen. Der Deutsche Bank-Chef befürchtet deshalb neue „Verwerfungen“ in der Finanzbranche. Es sei sehr wichtig, den richtigen Weg für die Umkehr zu finden, um nicht sofort den nächsten Kollaps zu provozieren, sagte er im Interview.

    Der Manager sieht zudem Konsolidierungsbedarf in der Bankenbranche. Grundsätzlich habe Europa zu viele Banken, betonte er. Das Problem der Branche sei, dass im Zweifel der Staat helfe. „Häuser, die vom Kunden nicht akzeptiert werden, müssen aus dem Markt ausscheiden können, ohne dass es zu Erschütterungen des Gesamtmarkts kommt“.

    In Deutschland befürchtet Fitschen „die Gefahr eines exzessiven Wettbewerbs" im Mittelstandsgeschäft der Geldinstitute. Denn viele Banken würden nun zum gleichen Zeitpunkt den deutschen Mittelstand entdecken. Sie dürften nicht vergessen, „dass jeder Kredit mit einem Risiko verbunden ist, und dass dieses Risiko in die Preise, also die Zinsen, mit eingerechnet werden muss“.

    Entsprechend dem schärferen Wettbewerb sieht der Banker auch auf die Angestellten deutscher Banken harte Zeiten zukommen. „Es wird nicht zu vermeiden sein, dass in einigen Bereichen weniger Personal benötigt wird“, sagte er der FAS.

  • Wenn ich Ihren Kommentar lese, wird mir .....
    Leider verkommt diese Kommentarfunktion immer mehr dazu, dass sich Personen berufen fühlen mit unsägliche öder Polemik hervorzuheben.

    Ich will nur hoffen, dass sie dann am Ende unter den gefallenen Ihres 30jährigen Krieges weilen. Und dir RESTMenschen dann schlauere Kommentare abliefern werden.

  • Die Branche wird sich selbst auslöschen und damit die Guthaben aller kleinen Sparer. Da muss gar keine Dusselblume aus Bruxelles oder keine Schaufel aus Berlin zugreifen, das passiert schon davor. Die EZB plant nun sogar, nochmals eine Zinssenkung. Alles nur für Rockefeller, die amerikanischen Rothschilds, Warburgs - die so die immer geringer bezahlten Kleinverdiener aushungern und die 7 Mrd Masse dezimieren wollen, um bei einem Quantum von 500 Mio einen guten Überblick über die zu beherrschenden Subjekte der neuen Weltordnung zu haben! Die Aufforderung für alle ein Girokonto ist nur ein Baustein dahin; Zugriff auf alle Konten die nächste Option. Verbot des Bargeld folgt panischen Kontoräumern im Nacken und macht ohnehin schon Spielgeld absolut wertlos. Auch Sachwerte wie Aktien zerfallen dann, weil niemand mehr die Produkte kauft: 10-30 Jahre Krieg werden sich aufbauen. Dann folgt am Punkt der Erschöpfung bei eben ca. 500 Mio. Restmenschen (dank Monsanto, Syngenta und DuFort) die neue Weltordnung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%