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Einigung in Sammelklage Fake-Konten-Skandal kostet Wells Fargo weitere 480 Millionen Dollar

Die US-Großbank Wells Fargo einigt sich mit Anlegern auf 480 Millionen Dollar Entschädigung. Die Verfehlungen kosten damit die Bank zusammen fast zwei Milliarden Dollar.
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Eine Wells Fargo-Filiale in New York: Die Großbank muss weitere 480 Millionen Dollar an Anleger zahlen, die sich vom Management hintergangen fühlen. Quelle: Reuters
Wells Fargo

Eine Wells Fargo-Filiale in New York: Die Großbank muss weitere 480 Millionen Dollar an Anleger zahlen, die sich vom Management hintergangen fühlen.

(Foto: Reuters)

San FranciscoDie Affäre um fingierte Kundenkonten kommt die US-Großbank Wells Fargo noch einmal teuer zu stehen. Der Kreditriese teilte am Freitag mit, im Rahmen eines Vergleichs mit Anlegern eine Zahlung von 480 Millionen Dollar (401 Mill. Euro) akzeptiert zu haben. Die Einigung muss noch vom zuständigen Gericht in San Francisco genehmigt werden. Der Kompromiss sei im besten Interesse der Kunden, Mitarbeiter und Investoren, verkündete Vorstandschef Tim Sloan. Der Betrag ist laut Wells Fargo komplett durch Rückstellungen gedeckt.

Die Sammelkläger hatten der Bank unter anderem vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Scheinkontenskandal falsche Angaben zu Verkaufspraktiken gemacht zu haben. Deshalb sollten Aktionäre Schadenersatz erhalten. Wells Fargo streitet dies zwar ab, zog aber den Vergleich einem teuren und langwierigen Rechtsstreit vor. Die Bank hatte allerdings bereits im September 2016 eingeräumt, über Jahre nicht von Kunden genehmigte Konten eingerichtet zu haben.

Erst im April hatte Wells Fargo deshalb und wegen anderer dubioser Geschäftspraktiken eine Strafe von insgesamt 1,0 Milliarden Dollar von verschiedenen US-Behörden aufgebrummt bekommen. Zuvor waren Tausende Mitarbeiter wegen der Affäre gefeuert worden, auch der damalige Bankchef John Stumpf musste gehen. Mit anderen Sammelklägern hatte sich Wells Fargo schon 2017 auf einen Vergleich über 110 Millionen Dollar geeinigt. 2016 waren zudem bereits Bußgelder über 185 Millionen Dollar von US-Aufsichtsbehörden verhängt worden.

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  • dpa
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