Einlagensicherung US-Banken verdienen so gut wie nie zuvor

Weniger Ausgaben für Prozesse, weniger Vorsorge für faule Kredite: Der US-Geldhäusern geht es wieder blendend. Rund 40 Milliarden Dollar verdienten sie im ersten Quartal – doch nicht allen geht es gut.
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Bankenprotest in Washington: Historischer Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar. Quelle: AFP

Bankenprotest in Washington: Historischer Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar.

(Foto: AFP)

WashingtonFünf Jahre nach der verheerenden Finanzkrise geht es dem amerikanischen Bankensektor wieder blendend. Im ersten Quartal 2013 haben die US-Geldhäuser zusammengerechnet so viel verdient wie nie zuvor. Die Gewinne kletterten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf den historischen Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar (31,1 Milliarden Euro).

Zudem war es das 15. Quartal in Folge, in dem die Geschäfte besser liefen. Dies teilte am Mittwoch der Einlagensicherungsfonds der USA, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), in Washington mit. Grund seien unter anderem weniger Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten. Zudem hätten die Banken ihre Vorsorge für faule Kredite auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesenkt.

Doch geht es nicht allen Instituten gleich gut: Nur rund die Hälfte der Banken meldete verbesserte Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahresquartal. Glänzende Bilanzen haben vor allem Großbanken wie die Bank of America, Citigroup sowie JP Morgan und Wells Fargo.

FDIC-Chef Martin Gruenberg sagte, der US-Bankensektor sei in einer viel besseren Verfassung als noch vor drei Jahren. Doch gebe es Risiken, wie etwa weiter sinkende Gewinnmargen und die schwache Kreditnachfrage. Die auf der „Problemliste“ des Fonds geführten Banken wurden weniger: Dort sind zurzeit 612 Institute gelistet, 39 weniger als noch Ende Dezember. 13 Banken haben im laufenden Jahr bereits Konkurs angemeldet.

Die FDIC sichert mehr als 7000 Banken in den USA ab. Der Einlagensicherungsfonds FDIC wird von der Regierung gestützt. Garantiert wird für Kontoeinlagen bis 250.000 Dollar.

Erst am Dienstag hatte die Ratingagentur Moody's ihren Ausblick für die US-Bankenwelt von „negativ“ auf „stabil“ heraufgesetzt. Es war das erste Mal seit 2008, dass Moody's seine Einschätzung der Lage änderte. Grund war vor allem die wieder besser laufende amerikanische Wirtschaft.

  • ap
  • dpa
  • rtr
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13 Kommentare zu "Einlagensicherung: US-Banken verdienen so gut wie nie zuvor"

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  • @karstenberwanger

    Naja, Ihre Meinungen und Quellen sind auch eher ... nicht gerade von Verstand geprägt.

  • @kognitiver

    Sie sind ja der hellste Vogel am Himmel...informieren Sie isch mal unabhängiger und kommen Sie von der Glotze weg.

  • Nice to see that the US treasury expects so much.

    However: What the treasury expects and what the treasury gets are two completely different cups of tea.

    Let's just wait and see, shall we?

  • "Verdienen" ist wohl nicht der richtige Terminus in Bezug auf die Beute dieser nutzlosen Häuser.

  • Ja die TRottel aus China möchten den Greenback schon gerne aus Ihrem Portfolio loswerden. Der Dollar als WEltleitwährung wird ja immer schneller erzeugt und unter die Leute gebracht, obwohl in keinster Weise es Wirtschaftsleistung wiederspielegt.

    Die USA kämpft mit allen unfairen Mitteln um die Leitwährung in der Welt, weil ansonsten das Land schon längst im finanziellen Chaos untergangen wäre.

    Sie @kognitiver sollten mal sich mit den ÖL - Ländern beschäftigen, die versucht haben den Barrel nicht mehr an den Dollar zu binden.

    Ein Artikel von 1968 zum Lesen und Nachdenken :
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46093902.html

    Man könnte behaupten das die USA bis heute eine staatliche Insolvenzverschleppung betreiben. Die USA hat schon den Chrash eingeplant/geplant um dadurch eine Währungsreform zu tätigen und den Dollar als WEltleitwährung wieder zu stärken.

  • @Bashi49

    Immer wieder schön zu sehen, wie Meinungen irgendwelcher "Blogger" als absolut verlässliche Quelle angesehen werden, nur weil diese mit der eigenen Meinung übereinstimmt.

    Traumhaft!!!

  • Goldman & Sachs
    ------------------
    So dürfte sich LLoyd C. Blankfein mit seinen Ge-
    schäften am Sekundärmarkt mit den faulen europ.
    Staatsanleihen über die EZB, auf Kosten der Deutschen Steuerzahler, weiterhin eine goldenen Nase verdienen!

  • Ein gehöriger Anteil stammt sicherlich von Spekulationen im Euro-Raum - und die US-Administration hat hier an diversen Schrauben gedreht um entsprechende Entscheidungen zu beeinflussen. Deutschland z.B. als US-Marionette wird hier stets zu Diensten sein.
    Deutschlands Steuerzahler habens ja.

  • Sie widersprechen sich, wenn sich genug Trottel finden die mitmachen, muss das Geld ja wohl doch einen Wert haben. Aus ihnen spricht der Neid und Unverständnis eines Unterbelichteten, der das System nicht begreift

  • @ Eddie
    Hier ein etwas älterer Artikel: 'Chaos im Billionen-Club' (Gaertner's Blog) - Wenn Sie den gelesen haben, dann überdenken Sie Ihre Meinung noch einmal.

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