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Einsparungen von 300 Millionen Euro geplant HVB will massiv an der Kostenschraube drehen

Die Münchener Hypovereinsbank will mit ihrem angekündigten Sparprogramm die jährlichen Kosten deutlich drücken. Nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen sind Einsparungen von mindestens 300 Millionen Euro angestrebt.
Die Hypovereinsbank will die Kosten drücken, Foto: dpa

Die Hypovereinsbank will die Kosten drücken, Foto: dpa

HB FRANKFURT. „Das ist eine realistische Größenordnung“, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag aus den Kreisen. Das Sparprogramm soll vor allem das Geschäftsfeld Deutschland betreffen, das im dritten Quartal erneut operative Verluste geschrieben hatte. In den Kreisen hieß es, es sei aber noch alles im Fluss. Die einzelnen Maßnahmen stünden noch nicht fest, und so könnten sich auch die Summen noch verändern. Auch das „Manager Magazin“ berichtete von geplanten Kosteneinsparungen in dieser Größenordnung. Die HVB lehnte eine Stellungnahme zu den Angaben aus den Kreisen und dem Magazinbericht ab. An der Börse legte der Kurs der HVB-Aktie gegen den Markttrend deutlich zu.

HVB-Chef Dieter Rampl hatte das Sparprogramm nach den schwachen Quartalszahlen der zweitgrößten deutschen Bank Anfang November angekündigt. Zwischen Juli und September hatte die Bank unter dem Strich nur einen Gewinn von sechs Mill. € erzielt. Damals hatte sich Rampl unzufrieden mit der Inlandssparte gezeigt, deren Betriebsverlust sich im dritten Quartal auf 21 Mill. € ausweitete. Dort wird die Bank nach wie vor von hohen Risiken aus Immobilienfinanzierungen belastet. Rampl hatte bei der Ankündigung des Programms erklärt, die Inlandssparte leiste trotz aller bisheriger Anstrengungen noch keinen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis. Einzelheiten des Konzepts, das Rampl nicht als reines Sparpaket verstanden wissen will, sollen erst Anfang 2005 bekannt gegeben werden.

Die HVB hatte im dritten Quartal auch stark unter der flauen Entwicklung an den Finanzmärkten gelitten, das wichtige Handelsergebnis hatte nur noch 111 Mill. € betragen nach 182 Mill. und 262 Mill. in den vorherigen Quartalen des Jahres. Der für die Sparte Corporates und Markets zuständige Vorstand Stefan Jentzsch deutete für das vierte Quartal wieder bessere Handelsergebnisse an. „Alle Anzeichen sprechen dafür, dass das vierte Quartal wieder besser läuft“, sagte er dem Handelsblatt. Die Bank müsse es aber akzeptieren, dass man es mit einem volatilen Geschäft zu tun habe.

Jentzsch zeigte sich mit der Entwicklung im dritten Quartal unzufrieden, verwies aber auch auf die geringen Umsätze und schwachen Kursausschläge an den Börsen. „Das Problem ist: Die großen Investoren halten sich weiterhin mit Investitionen zurück“, sagte der Manager, der 2001 von der Investmentbank Goldman Sachs zur HVB gekommen war.

Jentzsch bekräftigte das Ziel für seine Sparte, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von 25 bis 30 % zu erreichen. „Für das nächste Jahr sind wir optimistisch“, ergänzte er. Ein Sparprogramm für seinen Bereich sei derzeit nicht geplant. „Wir wären als Konzern schlecht beraten, die Ertragskraft von Corporates und Markets aufs Spiel zu setzen“, sagte er. Sollten die Märkte jedoch so nachhaltig drehen, dass die Ergebnisziele dauerhaft nicht geschafft werden können, müsse gegengesteuert werden. „Dafür sehen wir jedoch keine Anzeichen.“

An der Börse legte die HVB-Aktie bis zum Nachmittag um drei Prozent auf 16,36 € zu. Das Börsenbarometer Dax lag zum gleichen Zeitpunkt 0,27 % unter dem Vortagesschluss.

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