Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ela-Hilfskredite Griechische Banken am Abgrund

Nach dem Nein im Referendum entscheidet die EZB, ob sie den griechischen Banken weiter hilft. Die Institute sollen nur noch über Reserven von 800 Millionen Euro verfügen. Das reicht nicht mehr lange.
1 Kommentar
Eine Filiale der Alpha-Bank in Athen. Quelle: dpa
Capital controls in Greece

Eine Filiale der Alpha-Bank in Athen.

(Foto: dpa)

Einen Tag nach dem Referendum in Griechenland richteten sich am Montag alle Blicke auf die Europäische Zentralbank (EZB), in deren Händen das Schicksal des griechischen Finanzsystems liegt. Der Rat der Europäischen Zentralbank wollte sich am frühen Abend in einer Telefonschalte mit der Lage in dem pleitebedrohtem Land befassen. Er muss entscheiden, ob er grünes Licht für weitere Notkredite (Emergency Liquidity Assistance, Ela) der griechischen Notenbank an die Geschäftsbanken gibt.

Von der EZB-Entscheidung abhängig gemacht hatte die griechische Regierung die Ausgestaltung eines neuen Erlasses zu den Banken und den Kapitalverkehrskontrollen, über den ein Gremium am Montagabend beraten sollte. Die bisherigen Regelungen galten nur bis Mitternacht.

Die griechischen Geldinstitute hängen seit Monaten nur noch am Tropf der Ela-Nothilfen. Die Kredite summieren sich mittlerweile auf 88,6 Milliarden Euro. Das entspricht immerhin fast 50 Prozent des griechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Die EZB kann die Nothilfen nach dem „Nein“ der Griechen zu den Sparvorschlägen der Geldgeber nach Einschätzung des Ratsmitglied Ewald Nowotny nicht leichtfertig verlängern. „Die EZB ist hier an Regeln gebunden,“ sagte Nowotny am Montag im ORF-Radio. „Die Entwicklung in Griechenland macht uns das - fürchte ich - leider nicht leichter.“

Die meisten Beobachter rechneten dennoch damit, dass die EZB die Notkredite für Griechenlands taumelnde Finanzhäuser trotzdem aufrechterhalten wird, solange die Verhandlungen auf politischer Ebene fortgesetzt werden. Für Dienstag ist ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euroländer in Brüssel angesetzt. 

Geld an den Automaten soll bis Freitag halten

Nach Griechenlands "Nein": Wie reagiert die EZB?

Am Montagabend hat die Regierung die Bankenschließung zunächst bis Mittwoch verlängert. Doch die anstehende Neuauflage des Regierungserlasses zu den Kapitalverkehrskontrollen könnte die Bankenschließung noch weiter verlängern und ausweiten – oder aber diese einschränken und festlegen, welche Finanzdienstleistungen den Griechen nach und nach wieder ermöglicht werden sollen. Dazu sollten die Chefs der Banken am Montagabend  in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus dem Finanzministerium die aktuelle Kapitalausstattung der Geldhäuser abschätzen.

Sollte die EZB ihre Ela-Hilfen aufrechterhalten, ohne aber deren Umfang auszuweiten, dann reicht das Geld an den Bankautomaten bis Freitag. Das sagte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis am Montag. Die Höchstgrenze für Abhebungen werde in diesem Szenario bis Ende der Woche bei 60 Euro belassen.

Diese Aussagen stehen allerdings im Widerspruch zu vorhergegangenen Äußerung von Bankenverbandspräsidentin Louka Katseli, wonach das Liquiditätspolster der Banken nur noch bis Montagabend. Wenn bis dahin kein frisches Geld fließe, seien die Automaten leer, hatte Katseli am Wochenende gesagt und damit für Aufsehen gesorgt.

Unruhe ausgelöst hatten zuletzt auch die Aussagen einer weiteren hochrangigen Akteurin: Die stellvertretende Finanzministerin Nantia Valavani hatte am Sonntag im Fernsehen behauptet, dass den Inhabern von Bankschließfächern derzeit kein Zugriff auf dort gelagertes Bargeld gestattet sei. Dasselbe gelte nach Absprache mit den Leitern der Banken auch für Gold oder Schmuck. Das dementierten später jedoch anderer Regierungsmitglieder und auch die Präsidentin des griechischen Bankenverbandes Louka Katseli. 

Die insgesamt noch verbliebene Liquidität der Finanzinstitute des pleitebedrohten Landes beläuft sich gemäß der aktuellsten Schätzungen aus Bankkreisen auf rund 800 Millionen Euro. Alleine am vergangenen Wochenende wurden an den Geldautomaten etwa 200 Millionen Euro Bargeld abgehoben.

Startseite

Mehr zu: Ela-Hilfskredite - Griechische Banken am Abgrund

1 Kommentar zu "Ela-Hilfskredite : Griechische Banken am Abgrund "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ohne die bösen terroristen... wären die automaten schon 2010 leer gewesen, eher wahrscheinlich aber schon 2008.... als die target2 zahlen anfingen zu explodieren..^^

    nach 5 jahren geeier fällt mir mitleid schwer..^^

    Merkel wurde gewählt um D probleme zu lkösen nicht die der GR

    hier bleibt alles liegen.....

Serviceangebote