Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Elektrofahrräder Allianz warnt vor höherem Todesrisiko auf E-Bike als auf Fahrrad

Nur gut fünf Prozent aller Fahrräder sind E-Bikes. In tödliche Unfälle sind die Fahrer dieser Räder aber viel häufiger verwickelt. Die Allianz hat das Risiko berechnet.
Kommentieren
Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf deutschen Straßen 445 Radfahrer ums Leben, davon 89 mit einem Pedelec. Quelle: dpa
Fahrrad mit Elektroantrieb

Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf deutschen Straßen 445 Radfahrer ums Leben, davon 89 mit einem Pedelec.

(Foto: dpa)

München Die Gefahr eines tödlichen Unfalls mit einem Pedelec ist nach Berechnungen der Allianz deutlich höher als mit einem normalen Fahrrad ohne Motor. Eine größere Unfallgefahr besteht demnach keineswegs nur für Senioren. „Über alle Altersgruppen zusammengefasst ist das Getötetenrisiko im Fünf-Jahresmittel auf dem Pedelec dreimal so hoch wie auf dem herkömmlichen Rad“, sagte Jörg Kubitzki, Unfallforscher bei Europas größtem Versicherer.

Von den geschätzt 77 Millionen Fahrrädern in Deutschland sind nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums bislang vier Millionen als Pedelecs mit Motorantrieb unterwegs, gut fünf Prozent. Der Anteil der getöteten Pedelec-Fahrer an allen tödlich verunglückten Radlern beträgt in der Allianz-Zeitreihe aber fast 18 Prozent.

Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf deutschen Straßen 445 Radfahrer ums Leben, davon 89 mit einem Pedelec. Damit waren 20 Prozent aller tödlich verunglückten Radfahrer auf einem Pedelec unterwegs. Im ersten Quartal 2019 lag ihr Anteil sogar bei gut 25 Prozent (18 von 75 Getöteten).

Die Allianz hat für ihre Berechnung die Destatis-Unfallzahlen auch in Beziehung zu den geschätzten Fahrkilometern gesetzt, die das Bundesverkehrsministerium in der Studie „Mobilität in Deutschland“ veröffentlicht hatte. „Pedelecs sind auch dann gefährlicher gegenüber nicht motorisierten Fahrrädern, wenn die Fahrleistung beider Fahrzeugarten berücksichtigt wird“, sagte Unfallforscher Kubitzki.

Demnach kommen im statistischen Schnitt pro Milliarde gefahrener Kilometer 11,64 Pedelec-Fahrer ums Leben, die vergleichbare Quote für nicht motorisierte Fahrräder liegt bei 8,96. Pedelec ist der Fachbegriff für die gängigen E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, bei denen die Fahrer noch selbst in die Pedale treten müssen.

In Hamburg verunglückte am Samstag der Fahrer eines besonders schnellen E-Bikes tödlich. Er stürzte nach Angaben der Polizei mit dem S-Pedelec. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Bei S-Pedelecs steht das S für Speed, also Schnelligkeit. Bei ihnen funktioniert die Tretunterstützung bis zu Tempo 45. S-Pedelecs gelten verkehrsrechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad.

Bei Gummersbach prallte ein E-Bike-Fahrer ohne Helm gegen eine Wand und verletzte sich lebensgefährlich. Der 51-Jährige hatte nach Angaben der Polizei auf einer stark abschüssigen Straße die Kontrolle über sein Rad verloren.

Mehr: Die Geschwindigkeit von E-Bikes ist meist höher als bei anderen Fahrradfahrern. Neue Antiblockiersysteme sollen nun schwere Unfälle verhindern.

Finance Briefing
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Elektrofahrräder - Allianz warnt vor höherem Todesrisiko auf E-Bike als auf Fahrrad

0 Kommentare zu "Elektrofahrräder: Allianz warnt vor höherem Todesrisiko auf E-Bike als auf Fahrrad"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote