Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Entlassungswelle bei Geldhäusern Arbeitslose Banker gehören bald zum Alltag

Seite 2 von 3:
Auch Deutschland betroffen

Bereits im Januar gab die größte britische Privatkundenbank Lloyds bekannt, noch einmal 940 Stellen zu streichen. Die geplanten Einschnitte sind Teil der langfristigen Neuausrichtung. Mitte 2012 hatte Vorstandschef Antonio Horta Osorio angekündigt, dass er 1,5 Milliarden Pfund einsparen will und 15.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Seit der Rettung durch den britischen Staat auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hat Lloyds damit über 30.000 Stellen gestrichen.

Experten fürchten, dass in den kommenden Monaten noch weitere Entlassungswellen über die Londoner City hinwegrollen werden. Eine neue Studie des britischen Industrieverbandes CBI und der Beratungsgesellschaft PwC geht davon aus, dass Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und andere Unternehmen aus der Finanzbranche in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres wahrscheinlich 25.000 Arbeitsplätze gestrichen haben. Im ersten Quartal 2013 werden wohl weitere 18.000 Stellen wegfallen.

Deutschland ist von diesem Trend bei weitem nicht ausgenommen: Wenn sich am Donnerstag der Aufsichtsrat der Commerzbank trifft, werden keine Nettigkeiten ausgetauscht. Der geplante Jobabbau sorgt für Unmut und verhärtete Fronten. Vor kurzem hatte Vorstandschef Martin Blessing angekündigt, bis 2016 zwischen 4000 und 6000 Stellen zu streichen.

Der Plan inklusive des Umgangs mit den Beschäftigten stößt bei den Arbeitnehmervertretern auf ungewöhnlich scharfe Kritik. Aus ihrer Sicht hatte sich Privatkundenvorstand Martin Zielke in einem Interview äußerst ungeschickt geäußert. Gerade in seinem Bereich sind viele Jobs in Gefahr – die Gewerkschaft Verdi schätzt um die 3400.

Auch bei der Deutschen Bank fürchten Tausende Investmentbanker um ihren Arbeitsplatz. Bis 2015 will das Institut rund 4,5 Milliarden Euro einsparen – vor allem im Investment-Banking. 2012 wurden bereit rund 2000 Arbeitsplätze gestrichen, 1500 davon im Investment-Banking. Auch die Boni werden um rund 20 Prozent gekürzt und die Gehälter von rund 15.000 Mitarbeitern für 2013 eingefroren.

In der Schweiz geht es noch heftiger zur Sache: Die UBS verkleinert das Investment-Banking radikal. 10.000 Stellen werden gestrichen. Vor allem aus dem kapitalintensiven Anleihegeschäft will sich UBS zurückziehen. Die Credit Suisse dagegen hat hier ihre historische Stärke und will an dem Geschäft festhalten – kommt aber an personellen Kürzungen auch nicht vorbei. Unterm Strich prognostiziert UBS-Chef Sergio Ermotti dem Finanzplatz Schweiz den Verlust von 20.000 Jobs in den nächsten Jahren.

Finance Briefing
Was machen Banker nach dem Rauswurf?
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Entlassungswelle bei Geldhäusern - Arbeitslose Banker gehören bald zum Alltag

30 Kommentare zu "Entlassungswelle bei Geldhäusern: Arbeitslose Banker gehören bald zum Alltag"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bankster und Börsianer haben jedes Mal die Aktienkurse von Unternehmen hochgejubelt, wenn die immer neue Rationalisierungsprogramme mit Massenentlassungen angekündigt haben. Nun sind die Bankster selbst dran, mein Bedauern hält sich in engen Grenzen.

  • Auch mein Mitleid hält sich in Grenzen!
    ---------------------------------------
    Mit dem Recht das Geld der Kunden gegen diesen zu verwenden macht sich diese Branche selber schlecht. Siehe einige Beispiele im Internet.
    Die TV-Sparkassenwerbung finde ich persönlich zum Beispiel gut, aber wie sicher sind deren Kunden, die man persönlich per Namen kennt oder sind auch dort die Produkte an den Bedürfnissen der Kunden oder nur an den Bedürfnissen der Bank und der entsprechenden Mitarbeitern angepasst?
    http://www.stern.de/panorama/sparkasse-moessingen-talheim-durch-sex-zum-kredit-600809.html
    http://www.kanzlei-richter.com/gewinnspiele/gewinnspielmafia-kreissparkasse-tuebingen-zahlt-willi-s-ueber-6000-euro-zurueck.html
    http://www.handwerk-magazin.de/index.cfm?event=cmp.cst.documents.print&cid=8&documents.id=106751
    http://www.immobilienkredit.net/tipps/effektiver-jahreszins-fur-immobilienkredite-falsch-berechnet/

    usw.
    Wer also glaubt in der Filiale seiner Bank durch einen Kundenberater besser betreut zu werden, weil er Gebühren für sein Konto oder hohe Werbungskosten mitbezahlt, der täuscht sich. Ein Geldautomat scheint sicherer und billiger zu sein als manche hier glauben.

    Beispiele als Linkadresse zum selber lesen. Nur als Demo weil gerade heute im TV wieder eine dieser tollen Werbung lief und nochwas bevor ich es vergesse, die AGB der Banken nur zum Schutz der Kunden?

    Also Mitleid für Banken oder Kunden. Sparstrumpf oder persönliche Beratung. Geschädigte und Opfer sollten jedoch nicht erst lange nach ihrem Recht suchen müssen. Alles nur meine Meinung, wie sieht die Bank ihres Vertrauens aus?
    Sind sie doch nur eine Kontonummer oder ein Mensch. Wieviel persönliche Betreuung brauchen Sie und wieviel sind sie bereit dafür zu bezahlen. Fragen über Fragen ohne geeignete Lösungen und Antworten oder Hilfe für Betroffene. Da sollte man mal ansetzen. Fehler machen alle mal aber nicht so viele wie in diesem Bereich auf Kosten anderer geschieht.

    gez. mfgbetroffenerde




  • @ AdamSchmitz

    Tja bei den Banken gab es halt eine BANKSTER-BLASE!
    Die hatten ja alle nur einen Job weil es ja so gut mit den faulen Derivaten lief!

    Aber nach Ihrer Meinung kann man die ja alle wieder einstellen und stattdessen noch 5 Billionen Euro mehr Staatsschulden drauflegen!

    Alle Trader die heute immer noch der Vision des schnellen Geldes erliegen sollten sich diese Videos hier nochmal zu Gemüte führen!

    Andre´Kostolany und der neue Markt: http://www.youtube.com/watch?v=v41szpvrXvM

    Andre´Kostolany über die Verstaatlichung von Bankschulden 1982!!!:
    http://www.youtube.com/watch?v=5kH_1xBc2QE

  • Da erwischts wohl endlich mal die Richtige. Gier-Banker, die ganze Gesellschaften zerstören. Kein Mitleid!

  • Zuerst der Kopf, die Banker. Dann die Beine in der Industrie. Zum Schluss dann der Rumpf, die Handwerker u. der Mittelstand. Dies dürfte der Weg sein welcher uns alle erwartet. Europa hat abgewirtschaftet, soviel sollte klar sein.

  • Was macht ein Bankster nach seinem Rauswurf?
    ----------------------------------
    Ganz einfach: Er verlegt für ein Jahr seinen Wohnsitz nach Zypern!

    "Zumal sich die Mittelmeerinsel zu einem Knotenpunkt für internationale Geldwäsche und Steuerhinterziehung gemausert hat, wohin, das nur am Rande, auch geschasste Banker gerne für ein Jahr ziehen, um sich so die Steuern auf ihre Millionenabfindung zu sparen."
    Quelle: SZ
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-hilfen-zypern-am-scheideweg-1.1597461

  • Bankster werden "freigesetzt"
    =======================
    Das kann/darf doch nicht sein! Die sind doch "systemrelevant"! Die müssen doch "gerettet" werden!
    Das ist "alternativlos"!

    Die "Investmentbanker" sind doch die "Elite" unter den Bankstern. Die muß man halten! Beim Privatbanking kann/muß man sparen, das ist "unwirtschaftlich".

  • Sehr schön,weiter so!

  • Die Spielbanken werden geschlossen.Da wird natürlich auch das Personal nicht mehr gebraucht.
    Da Spielbanken keinerlei volkswirtschaftlichen Nutzen haben ,kann das nur sinnvoll sein.
    Zu denken gibt allerdings ,daß die Produkte,hauptsächlich Derivate -nach Warren Buffet finanzielle Massenvernichtungswaffen(und sie haben den Begriff unter Beweis gestellt)-keineswegs weniger wurden.Die Gesamtsumme scheint sogar noch angestiegen zu sein.Wo die jetzt gehandelt werden ?

  • Banker und Journalisten, ist das die nächste Hartz IV Generation?

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote