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Entschärfte Liquiditätsregeln Banken und Börsen atmen auf

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Mehr Entlastung als gedacht

Asiatische Banken hatten beklagt, dass es dort gar nicht ausreichend Staatsanleihen und gut bewertete Unternehmens-Bonds bester Qualität gebe. "Die Änderungen führen zu einer deutlicheren Entlastung als erwartet", sagte Daiwa-Kreditanalyst Michael Symonds. "Der pragmatischere Ansatz der Regulierer ist richtig."

Als "willkommenes Geschenk in letzter Minute" von den Aufsehern sehen viele Experten vor allem die Einbeziehung von hypothekenbesicherten Wertpapieren (RMBS) in die Liquiditätsreserven ab. Das werde den Markt für RMBS in Schwung bringen, sagte Simon Hills vom britischen Bankenverband. Auch das Krisenszenario, für das sich die Banken mit der LCR wappnen müssen, wurde entschärft. Damit kann das Polster dünner ausfallen.

Christoph Bast von der DZ Bank sieht deutsche Institute kaum betroffen. "Die meisten deutschen Banken peilen schon 2013 eine LCR von 100 Prozent an. Doch die Verwässerung gibt den Banken mehr Spielraum, Bargeld und Staatsanleihen in renditeträchtigere Anlagen umzuschichten." Simon Topping, ehemals Bankenaufseher in Hongkong und nun Experte bei KPMG, befürchtet aber, dass viele Institute sich nun zurücklehnen. "Viele Banken in Asien müssen ihr Risikomanagement wirklich verbessern, und ich fürchte, dass sie jetzt eine Ausrede dafür haben, alles zu verzögern."

Die Aktie der britischen Bank Barclays kletterte um 3,7 Prozent. Sie kommt nach Berechnungen der Analysten von Espirito Santo mit Liquiditätsreserven von 160 Milliarden Pfund auf eine LCR von knapp unter 100 Prozent. Nach den Änderungen brauche sie 30 Milliarden Pfund weniger, was ihre Zinskosten im Jahr um 300 Millionen Pfund senke, rechneten die Experten vor.

 


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1 Kommentar zu "Entschärfte Liquiditätsregeln: Banken und Börsen atmen auf"

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  • ohne Regeln, mit REPO,ELA,Soffin,EFSF,ESM,LITRO+STEP-Programmen kann man unbegrenzt, ohne Auflagen und Sicherheiten die ganze Welt verarschen, und sich laufend sanieren auf Kosten der Völker.