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Ermittlungen in Debeka-Affäre Geschäftsstellenleiter empfahl „Geldstöße“ für Beamte

Der Versicherer Debeka greift in der Affäre um die Vertriebsmethoden durch : Ein Geschäftsstellenleiter, der offenbar das gezielte Anfüttern von Beamten empfohlen hat, wurde für die Dauer der Ermittlungen freigestellt.
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Zentrale der Debeka in Koblenz: Ein Geschäftsstellenleiter hat, aufgrund dessen „persönlichen Philosophie“, wie der Versicherer betont, Geldzuwendungen zum Erwerb von Personendaten empfohlen. Quelle: dpa

Zentrale der Debeka in Koblenz: Ein Geschäftsstellenleiter hat, aufgrund dessen „persönlichen Philosophie“, wie der Versicherer betont, Geldzuwendungen zum Erwerb von Personendaten empfohlen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die internen Ermittlungen bei der Debeka wegen der in Verruf geratenen Vertriebsmethoden fördern brisante Details zu Tage. Wie die digitale Tageszeitung Handelsblatt Live berichtet, hat der Versicherer einen Geschäftsstellenleiter in Rheinland-Pfalz freigestellt. Die Führungskraft hatte in einem mehrfach gehaltenen Vortrag empfohlen, auch Beamte mit „Geldstößen und kreativen Gesten“ als Tippgeber zu gewinnen. Diese Tippgeber sollten dann Empfehlungen für Debeka aussprechen.

Der Geschäftsstellenleiter soll seinen Vortrag mit den Worten eingeleitet haben: „Sie müssen nur immer die Personalabteilungsleiter der Dienststelle oder leitende Angestellte bekommen, das sind die Besten. Die schieben Ihnen die meisten Personendaten zu und davon werden Sie zukünftig leben.“ Als Zusammenfassung für die Gewinnung von Tippgebern steht in dem Vortrag: „Motivation durch Provision!!!“

Debeka sagte auf Anfrage, der betreffende Geschäftsstellenleiter sei „zunächst für die Dauer der internen Untersuchungen … freigestellt“. Bei dem Vortrag habe es sich um „die persönliche Philosophie des freigestellten Mitarbeiters“ gehandelt.

Die Debeka steht derzeit unter besonderer Beobachtung. Der Landesbeauftragte für Datenschutz in Rheinland-Pfalz hat unter anderem wegen des Verdachts auf Datenschutzverletzungen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das Unternehmen und seine Vorstände eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Bestechung. Auch die Finanzaufsicht Bafin überprüft die Geschäftspraktiken der Traditionsversicherung.

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