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Ermittlungen in der Versicherungswirtschaft Münchener Rück im US-Versicherungsskandal vorgeladen

Im Rahmen der Ermittlungen zu möglichen Marktmanipulationen in der US-Versicherungswirtschaft hat nun auch die Münchener Rückversicherung Vorladungen von US-Behörden in zwei Bundesstaaten erhalten.

HB MÜNCHEN. Der weltgrößte Rückversicherer teilte am Dienstag auf Anfrage mit, die Vorladungen stammten von den Aufsichtsbehörden aus den Staaten North Carolina und Texas und seien an eine Tochter der US-Sparte American Re gerichtet. Die US-Tochter war auch in einer im Oktober erhobenen Klage des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen den weltgrößten Versicherungsmakler Marsh & McLennan erwähnt gewesen. Das Unternehmen hatte sich aber nicht als beschuldigt angesehen und erklärt, mit der Generalstaatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Hintergrund der Verfahren auch in anderen US-Bundesstaaten ist der Vorwurf, dass es in der Versicherungswirtschaft manipulierte Angebote zu Lasten der Endkunden gegeben haben könnte. An der Börse weitete die Münchener Rück-Aktie ihre Verluste nach der Nachricht aus.

Bei der von den Behörden vorgeladenen Tochter handelt es sich um die Munich American Risk Partners, ein Unternehmen der American Re. Eine Münchener-Rück-Sprecherin betonte, dass die Tochter nicht das einzige Unternehmen der Branche sei, das in den ausgeweiteten Überprüfungen der US-Versicherungswirtschaft vorgeladen werde. Die Behörden fragten nach Informationen zu den Geschäftspraktiken. „Wir kooperieren vollständig“, sagte die Sprecherin. Sie betonte, dass Töchter der Münchener Rück bei den Untersuchungen in den USA nirgendwo als beschuldigt gälten.

Zuletzt hatte die Münchener Rück angekündigt, als Reaktion auf die Ermittlungen in der US-Versicherungswirtschaft die eigenen Geschäftspraktiken zu untersuchen. „Wir haben keinen Grund zu glauben, dass das Unternehmen in irgendwelche irregulären Geschäftspraktiken verwickelt ist“, sagte die Sprecherin zum bisherigen Ergebnis der Untersuchung und bekräftigte damit eine erst vor wenigen Tagen abgegebene Erklärung. Vorgehensweisen wie die Manipulation von Angeboten stünden im totalen Gegensatz zu den Prinzipien der Münchener Rück.

New Yorks Generalstaatsanwalt Spitzer hatte Marsh & McLennan vorgeworfen, möglicherweise zusammen mit Versicherern zu Lasten der Endkunden Angebote manipuliert zu haben, um höhere Prämien bei Abschlüssen zu kassieren. Spitzer hatte später erklärt, nicht mehr gegen das Unternehmen insgesamt, sondern nur noch gegen einzelne Mitarbeiter vorzugehen. Die erste Klage hatte die Aktienkurse von Versicherungsunternehmen in aller Welt belastet, da eine Ausweitung der Ermittlungen auf die verschiedensten Versicherungkonzerne befürchtet worden war, die in den USA engagiert sind. Spitzer hält ähnliche Ermittlungen von Behörden auch in anderen Ländern für denkbar.

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