Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Erste Privatisierung HSH kann durch Änderung der Sparkassen-Satzung länger im Haftungssystem bleiben

Um die erste Privatisierung einer Landesbank reibungsloser zu gestalten, ändern die Sparkassen für die HSH die Satzung ihres Sicherungssystems.
Kommentieren
Die Landesbank soll von Finanzinvestoren wie Cerberus und J.C. Flowers übernommen werden. Quelle: dpa
HSH Nordbank

Die Landesbank soll von Finanzinvestoren wie Cerberus und J.C. Flowers übernommen werden.

(Foto: dpa)

BerlinDie Sparkassen haben vor allem für die HSH Nordbank die Satzung ihres Sicherungssystems geändert, um einen weiteren Baustein zur Privatisierung der Landesbank zu legen. „Die Änderung kann für die HSH Nordbank Anwendung finden, um einen nahtlosen Übergang in das Sicherungssystem des privaten Bankgewerbes zu ermöglichen“, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zum Beschluss seiner Mitgliederversammlung am Montag mit.

Die Frage der Haftungseinrichtung bleibt aber dennoch einer der offenen Knackpunkte, bis der Verkauf der HSH an Finanzinvestoren wie Cerberus und J.C. Flowers für eine Milliarde Euro über die Bühne gehen kann. Hamburg und Schleswig-Holstein mussten die Bank auf Druck der EU Ende Februar veräußern.

Wegen der Privatisierung als erste Landesbank muss die HSH die Institutssicherung der Sparkassen-Finanzgruppe eigentlich nach zwei Jahren verlassen. Nun könnte sich die Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr verlängern. Die Bank soll in die Einlagensicherung des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) wechseln.

Das Problem: Hier haben neue Mitglieder in den ersten drei Jahren nur einen begrenzten Schutz von 250.000 Euro je Anleger. Experten halten dies für unzureichend. Eine Doppelmitgliedschaft in beiden so unterschiedlichen Haftungsverbünden hält der BdB allerdings für nicht praktikabel.

Derzeit sprechen die Beteiligten darüber, wie der Übergang technisch geregelt werden kann. Der BdB betonte, man prüfe den Aufnahmeantrag der HSH und rechne mit einer Entscheidung dazu nicht vor Jahresende. Damit der HSH-Deal in Kraft treten kann, müssen noch die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission grünes Licht geben. Die HSH selbst erwartet dieses sogenannte „Closing“ für das dritte, spätestens für das vierte Quartal.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Erste Privatisierung - HSH kann durch Änderung der Sparkassen-Satzung länger im Haftungssystem bleiben

0 Kommentare zu "Erste Privatisierung: HSH kann durch Änderung der Sparkassen-Satzung länger im Haftungssystem bleiben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.