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EU-Austritt Banken könnten wegen Brexit 800 Milliarden Euro nach Frankfurt verlagern

Viele Banken sehen ihre Zukunft wegen des baldigen EU-Austritts in der Mainmetropole. Doch die Entstehung von Arbeitsplätzen verzögert sich dort.
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„Frankfurt muss als Standort jetzt nachlegen“

FrankfurtDie Bilanzsumme der deutschen und internationalen Banken in Frankfurt dürfte der Lobbygruppe Frankfurt Main Finance zufolge durch den Brexit um ein Fünftel steigen. „In Gänze rechnen wir daher mit einer Verlagerung von 750 bis 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen von London nach Frankfurt, der Großteil davon dürfte im ersten Quartal 2019 verlagert werden“, sagte Geschäftsführer Hubertus Väth am Donnerstag.

„Dabei wird es nicht bleiben.“ Solange weiterhin Unsicherheit über die Ausgestaltung des Brexit herrsche, dürften die meisten Institute Minimallösungen bevorzugen. „Danach wird es erhebliche Zweitrundeneffekte geben.“ Bislang haben die in der Mainmetropole angesiedelten Häuser der Lobbygruppe zufolge ein Bilanzvolumen von 3,5 Billionen Euro.

Unterdessen verzögert sich die Entstehung von Arbeitsplätzen in Frankfurt im Zuge des Brexits. „Wir halten an dem von uns am Tag 1 nach dem Brexit-Referendum geschätzten Potenzial von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen für Frankfurt fest“, sagte Väth. Aus den ursprünglich erwarteten fünf Jahren für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ab dem Zeitpunkt des Referendums im Juni 2016 würden nun acht Jahre.

Nach dem EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Banken eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. 30 Institute haben sich für Frankfurt als ihren europäischen Sitz entschieden. Diese Einheiten müssen entsprechend mit Kapital und Personal ausgestattet werden.

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  • rtr
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