Euro-Krise Société Générale-Chef erwartet Transferunion

Der Chef der zweitgrößten französischen Bank, Frédéric Oudéa, erwartet eine Euro-Transferunion. Ohne einen Transfermechanismus sei es schwer, die Zweifel am Euro auszuräumen.
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FrankfurtDer Chef der zweitgrößten französischen Bank, Frédéric Oudéa, fordert mehr finanzielle Solidarität und gleichere Wettbewerbsbedingungen unter den Euro-Staaten. "Ich sehe persönlich auch langfristig nicht, dass alle Euro-Länder mit unterschiedlichen Volkswirtschaften, aber derselben Währungs- und Zinspolitik in der Lage sein werden, den Märkten allein gegenüberzutreten", sagte Oudéa dem Handelsblatt.

"Wir brauchen klar mehr Konvergenz und mehr Haushaltsdisziplin, aber ich glaube, es wird irgendwann in der ein oder anderen Form auch einen Transfermechanismus geben müssen." Ob Eurobonds das richtige Instrument dafür seien, könne er nicht sagen. "Aber ich bin davon überzeugt, dass wir mehr finanzielle Solidarität brauchen, was unsere Staatsschulden angeht. Sonst könnte es sein, dass die Investoren in den USA und Asien ihre Zweifel dem Euro und den Euro-Mitgliedsländern gegenüber nicht verlieren."

Das die EZB Staatsanleihen jüngst auch von Italien und Spanien kauft, hält Oudéa für "angemessen". Solange die Maßnahmen der EZB temporär begrenzt seien, halte er die Entscheidung für richtig. Wenn sich die Furcht am Kapitalmarkt langfristig nicht lege, könnten die Notenbanken aus seiner Sicht gar zu weiteren Maßnahmen gezwungen sein. "Letztlich ist es die Rolle der Notenbank, dem Bankensystem in problematischen Situationen Liquidität zur Verfügung zu stellen." Die Anleihekäufe der EZB hatte unter anderem EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark kritisiert, der Ende vergangener Woche seinen Rücktritt angekündigt hatte.

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13 Kommentare zu "Euro-Krise: Société Générale-Chef erwartet Transferunion"

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  • Vor 2 Monaten ging Minnesota insolvent. Wo bleibt die Ansteckungsgefahr auf andere US Bundesstaaten? Es gibt keine? Weil es ein striktes Bail Out Verbot gibt? Und warum machen wir Europäer das nicht auch so? Ach ja – unsere eigenen Banken und deren Lobbyisten.

  • Deutschland ist laengst eine Transferunion, wer bezahlt denn die Schulden von Berlin und Bremen? Wenn Saarland wieso nicht Griechenland, das gleiche Prinzip.

  • Mann muß nur lange genug die Forderungen nach einer Transferunion fordern und mit Endzeitszenarien für Europa verbinden.Dann werden die Deutschen und andere kritischen Staaten schon einknicken und zustimmmen.Dieses Spiel wird schon seit jahrzehnten gegen die Deutschen gespielt.Denn zum Schluß sind die deutschen Politiker ja jedesmal eingegknickt und haben allem Schwachsinn der europäischen Politik zugestimmt und auch bezahlt.Nun, daß dieser Vorschlag von einem französischen Bankenmanager kommt muß man
    schon mal nach den Motiven fragen. Wer wäre denn Nutznießer solcher " Eurobonds"? Genau! französiche Banken und damit zum großen teil der französische Staat.Man kann nur noch hoffen, daß die unfähigen Politiker in Berlin dieses Spiel durchschauen und konsquent bei einer Ablehnung von Eurobonds bleiben. Zu befürchten ist nur eines, nach der nächsten Bundestagswahl werden die roten, grünen dumpfbacken solchen Transfers zustimmen.Dem Eurosozialismus wieder ein Stück näher. Aber was solls, irgendwie werden wir den Euro schon kaputt bekommen und das Euroabenteuer beenden.

  • Diese EU hat uns bis heute über 1 Bio Euro gekostet! Es reicht!

    Die Verträge von Maastricht wurden ebenfalls bewusst gebrochen! Ich fühle mich jedenfalls in keinster Weise dafür verantwortlich, wenn in Griechenland die Politiker den Beitritt zur EU erschwindelt haben. Ich fühle mich auch nicht dafür verantwortlich, dass unsere Politiker über diesen Schwindel hinweg gesehen haben!

    Wir haben bereits mehr als genug gezahlt! Irgendwann muss Schluss sein. Oder wollen Sie die Leistungsträger Deutschlands aus dem Land jagen?

    Wenn wir Griechenland retten, dann müssten wir auch Portugal, Spanien, Italien, Belgien, Frankreich und Zypern retten. DAS KÖNNEN WIR GAR NICHT!

    Der Euro taugt als Währung für so unterschiedliche Staaten nicht!

    Horst Köhler hat 1992 gesagt:
    "Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den reichen Ländern abkassiert. Dann würde Europa auseinanderfallen."

    Und was haben wir jetzt???
    Wer so altruistisch ist und sein Vermögen der Hochfinanz und Betrügern in den Rachen werfen will, der kann doch auch griechische Staatsanleihen kaufen!

  • Geht nicht!
    Beantworten Sie sich selbst folgende Fragen:
    Wieviel Geberländer haben wir in Deutschland?
    Und dann zwangsläufig, wieviel Nehmerländer haben wir in Deutschland?
    Wieviel Geberländer gibt es in der EU?
    Wieviel Nehmerländer gibt es in der EU?

    Glauben Sie im Ernst, dass Hessen, Bayern und Baden Württemberg die EU retten können?
    Glauben Sie wirklich, dass die Bevölkerung dies auf Dauer mit sich machen lässt?

    Noch verstehen die meisten nicht, worum es eigentlich geht! Aber es werden täglich mehr!

    Die deutschen Zahlmichel haben die Nase gestrichen voll davon!

  • Schon mal was davon gehört, dass Ungerechtigkeit auch einen Krieg auslösen kann?

    Wieso zwingt man Deutschland für die Schulden der PIGS zu haften, obwohl wir nichts dafür können?

    Ich habe keinen demokratischen Einfluss auf die Geldpolitik dieser Länder! Ich kann auch keine verschwenderischen Politiker der PIGS abwählen.

    No taxation without representation!

  • Abstoßend, wie sich manche hier äußern. Es stimmt schon: Berlin wäre auch nicht lebensfähig ohne die Mios aus BaWü und Bayern. Griechenland zu retten sollte uns eine Ehre sein, die EU zur retten ebenfalls: vor 60 Jahren war hier mitten in Europa noch Krieg. Das sollten Sie nicht vergessen.

  • Wenn ich Franzose oder Itlaliener wäre würde das auch sagen.
    Es ist unfassbar mit welcher Selbstgerechtigkeit diese Pleitegeier u Betrüger von andern verlangen, für ihre Schulden einzustehen. Was haben wir mit solch falschen Freunden zu suchen? Und viele Deutsche nicken noch eilfertig, wenn man ihnen verständlich erklärt, dass sie zahlen müssen. Heute lachen wir über die Leichtgläubigkeit des mittelalterlichen Ablaßhandels. Mit welchem Recht?

  • Wären Berlin oder Bremen eigene Staaten wie Griechenland oder Portugal, so hätten sie in der Vergangenheit alle 10 Jahre Insolvenz anmelden müssen. Der Länderfinanzausgleich hat sie gerettet. Auch die EU braucht eine vergleichbare Transferunion, um unterschiedliche Standort-Eigenschaften managen zu können.

  • bankster!

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