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Europäische Banken Nach dem Stresstest ist vor dem Stresstest

Wie robust sind Europas Banken? Am frühen Abend stellen die Behörden die Ergebnisse des Stresstests vor - das große Zittern beginnt dann aber erst. Von Till Hoppe.
2 Kommentare
Bankentürme in der Londoner City. Quelle: dpa

Bankentürme in der Londoner City.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Zeitplan ist minutiös geregelt: Um punkt 18 Uhr stellt die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) die Ergebnisse des Stresstests vor, zunächst nur als Zusammenfassung. Gleichzeitig können die 91 überprüften Kreditinstitute selbst mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen. Zwischen 18.01 Uhr und 18.29 Uhr haben dann die nationalen Notenbanken Zeit, die detaillierten Resultate ihrer Institute vorzustellen, bevor um 18.30 Uhr wiederum die EBA sämtliche Daten veröffentlicht.

Die Behörden wollen nichts dem Zufall überlassen, schließlich hat der Härtetest für Europas Banken vor allem ein Ziel: die hochnervösen Finanzmärkte zu beruhigen. Diese fürchten, dass zur Krise der Schuldenstaaten auch noch eine Bankenkrise kommen könnte, denn viele Kreditinstitute haben den Wackelkandidaten der Euro-Zone Milliarden geliehen. Sollten die Regierungen für Griechenland einen Schuldenschnitt beschließen, wie er zurzeit diskutiert wird, würden ihre Bilanzen wahrscheinlich stark belastet. Richtig kritisch würde die Lage aber wohl erst, wenn sich in der Folge die Märkte von großen Ländern wie Italien oder Spanien abwenden würden.

Es steht also viel auf dem Spiel, wenn die Bankenaufseher die Ergebnisse des Stresstest präsentieren. Auch der Zeitpunkt ist mit Bedacht gewählt: Die Börsen in Europa bleiben dann bis Montagmorgen geschlossen, die Investoren haben also zunächst keine Gelegenheit zu hektischen Aktienverkäufen, die einzelne Institute in Schwierigkeiten bringen könnten.

Ob all die Vorkehrungen die Banken tatsächlich vor weiteren Unruhen an den Märkten schützen, ist aber dennoch fraglich. Es geht dabei gar nicht so sehr um die Institute, die den Test nicht bestehen - vieles deutet darauf hin, dass es sich dabei vor allem um die üblichen Verdächtigen handeln wird: Mehrere spanische Sparkassen wird es wohl treffen, die schon beim ersten Stresstest im Sommer 2010 schlecht abschnitten, auch Banken aus Griechenland und Irland gelten als mögliche Durchfaller. Die krisengeplagten deutschen Landesbanken werden dagegen wohl die Anforderungen erfüllen, wahrscheinlich mit Ausnahme der Helaba, die sich deswegen heftig mit den Aufsehern zoffte.

Der echte Stresstest kommt erst noch
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2 Kommentare zu "Europäische Banken: Nach dem Stresstest ist vor dem Stresstest"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • come on hb.die ergebnisse schwirren doch schon seit tagen im netz rum. oder habt ihr eine sperrfrist???

  • Die EBA hat sich doch mit der Helaba-Nummer als völlig inkompetent herausgestellt, wahrscheinlich sitzen da lauter Uniabsolventen die zum ersten mal was von stillen Einlagen gehört haben. Einen Parallelstreit zur Anerkennung von stillen Einlagen und auch Genossenschaftsguthaben (bei VR-Banken) gab es ja auch lange in der inernetionalen Rechnungslegung nach IFRS. Auch hier wollten die anglamerikanisch dominierten Standardsetter lange nicht den Eigenkapitlcharakter anerkennen, was letztendlich aber dann doch geschah. Anscheinend ist die EBA noch nicht auf aktullem Stand oder aber sie fährt wieder eine Attacke auf das deutsche Banknsystem a´la Nelly Kroes.

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