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Ex-Anwalt Cohen Trump soll Deutsche Bank über Vermögen getäuscht haben

Sein Ex-Anwalt Michael Cohen belastet den US-Präsidenten: Trump habe frisierte Finanzberichte an die Deutsche Bank geschickt, um an ein Darlehen zu kommen.
Update: 27.02.2019 - 19:02 Uhr Kommentieren
US-Präsident Donald Trump soll dem Geldhaus Finanzberichte zukommen gelassen haben, die sein Vermögen zu positiv darstellten. Quelle: AP
Deutsche Bank

US-Präsident Donald Trump soll dem Geldhaus Finanzberichte zukommen gelassen haben, die sein Vermögen zu positiv darstellten.

(Foto: AP)

Washington/New YorkDonald Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen lässt vor einem Kongressausschuss kein gutes Haar an seinem ehemaligen Chef und bezeichnet den US-Präsidenten als Rassisten, Betrüger und Lügner. Cohen warf Trump in der Anhörung am Mittwoch vor, er habe sein Vermögen in der Außendarstellung und in geschäftlichen Korrespondenzen je nach Interessenlage „aufgebläht oder heruntergespielt“.

Dazu stellte er dem Kongress sogenannte „financial statements“, also Finanzberichte, von Trump aus den Jahren 2011 bis 2013 zur Verfügung. Die Listen zeigen eine Übersicht der damaligen offiziellen Vermögenswerte Trumps, die Cohen für seinen Chef erstellte.

Im Jahr 2013 ist dort ein deutlicher Sprung nach oben zu verzeichnen. 2011 und 2012 wurde Trumps Vermögen mit 4,6 und 5,1 Milliarden Dollar beziffert, ein Jahr später jedoch mit 8,7 Milliarden Dollar weil ein vier Milliarden Dollar schwerer Posten namens „Markenwert“ hinzugefügt wurde. Wie genau dieser definiert ist, geht aus den Dokumenten nicht hervor.

Laut Cohen wurden die Listen auch an die Deutsche Bank geschickt, um ein Darlehen zu bekommen. „Ich bin mir sicher, dass diese Zahlen weit überzogen waren“, sagte Cohen im Kongress. Trump habe Kniffe angewandt, um etwa den Wert und die Flächen seiner Immobilien künstlich zu erhöhen.

Das Darlehen der Deutschen Bank wurde laut Cohen gewährt. Trump habe es 2014 erfolglos genutzt, um sich auf den Kauf des Football-Teams Buffalo Bills zu bewerben.

Die Listen gingen nach Aussage Cohens auch an das „Forbes“-Magazin, um Trumps Reichtum zu illustrieren. Trump habe bei anderen Gelegenheiten sein Vermögen weit niedriger bemessen, um Immobiliensteuern zu sparen, sagte Cohen im Kongress. „Es kam immer auf die Situation an.“

Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Trump hat der Bank bereits viel Kopfzerbrechen bereitet. Der US-Präsident hat Kredite im Wert von rund 340 Millionen Dollar bei der Bank, die 2023 und 2024 fällig werden – sollte Trump die Wahl 2020 gewinnen, würde das in seine zweite Amtszeit fallen. Die Deutsche Bank hatte Medienberichten zufolge überlegt, die Kredite bis ins Jahr 2025 zu verlängern, hat sich dann jedoch dagegen entschieden.

Auch der Finanzausschuss und der Geheimdienstausschuss interessieren sich für das Verhältnis zwischen der Frankfurter Bank und Trump. Die von Demokraten geführten Gremien haben bereits Unterlagen bei dem Institut angefordert und erhoffen sich unter anderem Aufschlüsse über Trumps Geschäfte mit Russland und mögliche Interessenkonflikte sowie über seine Steuerunterlagen.

Mehr: Der Widerstand gegen eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank scheint zu schwinden. Mehrere Investoren meinen, dass an dem Deal womöglich kein Weg vorbeiführt.

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