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Ex-Deutsche-Bank-Chef John Cryan wird Verwaltungsratschef des Hedgefonds Man

Der Ex-Chef der Deutschen Bank kontrolliert künftig den Hedgefonds Man Group. Keine leichte Aufgabe – Kunden ziehen Geld ab.
Update: 16.09.2019 - 16:20 Uhr Kommentieren
Der ehemalige Chef der Deutschen Bank gehört dem Man-Verwaltungsrat bereits seit Januar 2015 an. Quelle: Bloomberg/Getty Images
John Cryan

Der ehemalige Chef der Deutschen Bank gehört dem Man-Verwaltungsrat bereits seit Januar 2015 an.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt Gut ein Jahr nach seinem Rauswurf bei der Deutschen Bank hat John Cryan wieder einen Spitzenposten in der Finanzbranche: Der 58-jährige Brite übernimmt Januar 2020 den Verwaltungsratsvorsitz der Man Group. Cryan löst damit Lord Ian Livingston ab, der das Kontrollgremium des weltgrößten börsennotierten Hedgefonds seit 2016 geführt hatte.

Cryan ist seit 2015 Mitglied des Man-Verwaltungsrats und zeigte sich „hocherfreut“ über seinen Aufstieg. Der Nominierungsausschuss des Hedgefonds hatte auf eine externe Kandidatensuche verzichtet, weil diese „keinen herausragenderen Kandidaten als John Cryan als neuen Verwaltungsratsvorsitzenden“ hervorgebracht hätte.

Die offizielle Begründung für Livingstons Abschied erst im nächsten Jahr: er habe Cryan genug Zeit in seiner neuen Rolle geben wollen. In Großbritannien gilt eine zeitliche Obergrenze für Verwaltungsratsmitglieder von neun Jahren. Allerdings gilt Livingston auch als leicht geschwächt, weil er im Frühjahr mit nur 91 Prozent – dem schlechtesten Stimmergebnis seiner Karriere – wiedergewählt wurde.

Für Cryan ist der Posten die Chance zur Rehabilitation. Die Deutsche Bank verließ er 2018 nach nur drei Jahren an der Spitze im Streit. Cryan galt zwar als analytisch brillant, aber schwach in der Umsetzung. Nun übernimmt er bei Man den Vorsitz in einer schwierigen Phase. Zwar stieg das verwaltete Vermögen des Hedgefonds im ersten Halbjahr, aber nur wegen der positiven Entwicklung der Investments. Die Kunden zogen zeitgleich Gelder in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar ab.

Unklar ist, ob die Deutsche Bank noch von der Cryan-Beförderung profitiert: Sie musste für den Manager ein 10,9 Millionen Euro schweres Abschiedspaket schnüren, weil sie ihn aus dem bis Mai 2020 laufenden Vertrag drängte. Für die Summe gilt eine nicht näher spezifizierte Anrechnungsregelung. Verdient Cryan mehr, zahlt die Bank weniger. Als einfacher Aufsichtsrat erhielt er bei Man umgerechnet knapp 80.000 Euro pro Jahr. Livingstons Job war zuletzt mit rund 508.000 Euro vergütet..

Mehr: Die Deutsche Bank bemüht sich, den Verdacht zu zerstreuen, Achleitners Amtszeit könnte vorzeitig enden. Ihm wird aber wohl nahegelegt, sich mit seiner Nachfolge zu befassen.

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