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Ex-Landesbank WestLB-Altlasten könnten schneller als geplant abgebaut werden

Die Bad Bank der früheren WestLB kann die Abwicklung schneller vorantreiben als geplant. Die WestLB wurde 2012 auf Druck der EU-Kommission zerschlagen.
Update: 10.04.2019 - 14:33 Uhr Kommentieren
Fahnen wehten vor der Zentrale der WestLB in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Quelle: dpa
Die Zentrale der früheren Landesbank (Archivbild)

Fahnen wehten vor der Zentrale der WestLB in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Altlasten der zerschlagenen WestLB werden von der zuständigen „Bad Bank“ schneller abgebaut als erwartet. „2018 war ein gutes Jahr, wir sind gut vorangekommen“, sagte der Chef der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA), Matthias Wargers, an diesem Mittwoch in Düsseldorf. Inzwischen wurden den Angaben zufolge gut 88 Prozent der von der WestLB übernommenen Kredite und Wertpapiere abgewickelt sowie rund 84 Prozent der risikoreichen Finanzprodukte (Derivate).

Die EAA war 2009 im Zuge der Finanzkrise gegründet worden, um faule Kredite und andere riskante Posten der WestLB zu übernehmen. 2012 wurde die einst einflussreichste Landesbank Deutschlands zerschlagen, die EAA übernahm weitere Papiere. Insgesamt summierten sich die Altlasten auf rund 200 Milliarden Euro.

Die EAA war die erste „Bad Bank“ Deutschlands. Der Anstalt geht es darum, die Altlasten bestmöglich abzubauen, ohne zusätzliche Finanzspritzen zu benötigen. Bisher wurde hierfür das Zieljahr 2027 angepeilt. Wargers machte aber klar, dass man wohl deutlich früher am Ziel sei - er blieb bei der vagen Angabe „2020 plus X“.

Das Zieljahr heißt nicht, dass die Altlasten dann auf null sind - ein Restbestand von circa fünf Prozent wird auch danach noch bestehen. Hierbei geht es zum Beispiel um Papiere mit Laufzeiten bis in die 2040er Jahre, deren Veräußerung laut Wargers betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll wäre.

2018 erzielte die EAA noch einen Mini-Nachsteuergewinn von 2,6 Millionen Euro, nach 14,4 Millionen im Jahr zuvor. 2019 könnte es ein Minus geben. „Es fangen jetzt die Jahre an, wo wir planerisch auch durchaus Verluste ins Auge zu fassen haben.“ Dies sei logisch, schließlich nehme das Vermögensvolumen ab, und man habe nun mal kein Neugeschäft: „Irgendwann ist der Saft aus der Zitrone raus.“

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