Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EZB-Fortschrittsbericht veröffentlicht erstmals Preisvorstellungen für „Target 2“ Banken müssen auf modernes Zahlungssystem warten

Mit fast einem Jahr Verspätung soll am 19. November 2007 die Neuauflage des von den EU-Notenbanken betriebenen Großzahlungssystems „Target 2“, an den Start gehen.

mak FRANKFURT/M. Diesen Termin hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in ihrem zweiten Fortschrittsbericht zu der gemeinsamen Plattform für grenzüberschreitende Zahlungen bekannt gegeben. Der Termin könne eingehalten werden, wenn bis dahin die detaillierten technischen Beschreibungen für die Benutzer vorlägen. Ursprünglich sollte Target 2 bereits Anfang 2007 den Betrieb aufnehmen.

Der Beschluss zur Modernisierung des „transeuropäischen automatischen Echtzeit-Brutto-Express-Zahlungsverkehrssystems“ war im EZB-Rat schon im Herbst 2002 gefallen. Demzufolge wird die technische Infrastruktur für die 26 Notenbanken – 25 EU-Staaten plus EZB – zentral zusammengeführt. Die Bundesbank, die Banque de France und die Banca d’Italia haben bereits gemeinsam eine einheitliche technische Plattform entwickelt. Diese werden sie auch betreiben.

Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, spricht sich der Bericht gegen eine Umstellung auf einen Schlag aus. Vielmehr soll der Wechsel der nationalen Systeme auf „Target 2“ in vier Etappen stattfinden (siehe Tabelle). Die letzte Etappe ist für Unvorhergesehenes vorgesehen. Sollte beispielsweise Slowenien den 19. November 2007 nicht einhalten können, könnte es noch am 15. September 2008 nachfolgen.

Der Bericht legt außerdem erstmals die Preisvorstellungen für die Nutzung des neuen Zahlungssystems offen. Demnach können die Teilnehmer zwischen zwei Modellen wählen: Sie zahlen eine monatliche Gebühr von 100 Euro und für jede Transaktion den einheitlichen Satz von 0,80 Euro. Oder sie zahlen ein monatliches Fixum von 1 250 Euro und je nach Menge der Transaktionen zwischen 0,60 und 0,20 Euro. Die zweite Option werde attraktiv, wenn monatlich 5 750 Zahlungen ausgeführt würden, schreibt die EZB. Der EZB-Rat wird über die Preise aber erst dann entscheiden, wenn diese mit den Banken diskutiert worden sind.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite