Fall Hypo Real Estate Das Versagen der Justiz

Der Fall der Hypo Real Estate zeigt, dass Wirtschaftsstrafsachen nur schneckenhaft aufgearbeitet werden. Das darf in einem Rechtsstaat nicht sein. Eine Analyse.
Die HRE steht exemplarisch für eine Reihe von Versuchen der Staatsanwaltschaften, die Verfehlungen von Bankmanagern in der Finanzkrise strafrechtlich zu bewerten. Quelle: APN
Hypo Real Estate

Die HRE steht exemplarisch für eine Reihe von Versuchen der Staatsanwaltschaften, die Verfehlungen von Bankmanagern in der Finanzkrise strafrechtlich zu bewerten.

(Foto: APN)

Der Fall begann im Dezember 2008. Rund 80 Ermittler durchsuchten die Geschäftsräume der Hypo Real Estate (HRE) in München und die Privaträume ehemaliger Vorstände und Aufsichtsräte. Die Staatsanwälte hegten den Verdacht, dass Manager Aktienkurse manipuliert, Firmenberichte geschönt und Unternehmensvermögen veruntreut hatten. Vieles sprach aus ihrer Sicht dafür, dass die ehemalige Führungsriege auch strafrechtlich Schuld auf sich geladen hatte.

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