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Felix Hufeld Bafin-Chef kündigt strenge Prüfung beim Verkauf alter Lebensversicherungen an

Bafin-Chef Hufeld hat sich gegen einen gesetzlichen Eingriff beim Verkauf alter Lebensversicherungen ausgesprochen. Dieser sei „kein Verrat am Kunden“.
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Bafin: Strenge Prüfung beim Verkauf alter Lebensversicherungen Quelle: dpa
Felix Hufeld

In der Vergangenheit hatte der Verkauf von Altpolicen an spezialisierte Abwickler viel Kritik von Politikern und Verbraucherschützern ausgelöst.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Main Deutschlands oberster Finanzaufseher Felix Hufeld lehnt gesetzliche Beschränkungen beim Verkauf von Lebensversicherungsbeständen ab. „Dazu gibt es aus meiner Sicht keinen Grund. Der Verkauf von Lebensversicherungspolicen ist eine legitime unternehmerische Entscheidung und kein Verrat am Kunden“, sagte der Präsident der Finanzaufsicht Bafin dem „Manager Magazin“. Zugleich kündigte Hufeld strenge Prüfungen an. „Wir werden keiner Transaktion zustimmen, an deren Ende die Versicherten nicht mindestens genauso gut gestellt sind wie zuvor.“

In der Vergangenheit hatte der Verkauf von Altpolicen an spezialisierte Abwickler viel Kritik von Politikern und Verbraucherschützern ausgelöst. Vielen Lebensversicherern fällt es wegen der Niedrigzinsen zunehmend schwer, an den Kapitalmärkten die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit von bis zu vier Prozent zu erwirtschaften. Manche wollen die teuren Altpolicen loswerden. Die Erwerber müssen die bestehenden Verträge bis zum Ablauf weiterführen.

Aktuell sucht Generali Deutschland für rund vier Millionen Altverträge eine Lösung. Eine Entscheidung falle „sehr wahrscheinlich vor dem Sommer“, sagte der Chef der Generali Deutschland, Giovanni Liverani, jüngst dem „Handelsblatt“.

Der Versicherer Axa Deutschland hat stillgelegte Bestände der Pensionskasse Pro BAV mit 260.000 Verträgen bereits an den Abwickler Frankfurter Leben verkauft. Dieser hatte 2017 auch 322.000 Verträge der Arag Leben übernommen. Die Munich-Re-Tochter Ergo hatte im vergangenen Herbst dagegen ihre Pläne zurückgezogen und will rund sechs Millionen Verträge künftig selbst verwalten.

  • dpa
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