Financial Stability Report IWF sieht wachsendes Risiko durch Versicherer

Lange Zeit standen Banken im Fokus der Regulierer. Jetzt warnt der IWF in seinem neusten Stabilitätsreport vor der Versicherungsbranche, die eigentlich als Stabilitätsgarant galt. Dabei liege das Risiko gar nicht so sehr bei den Versicherern selbst.
Der amerikanische Versicherungsriese leidet wie der Rest der Branche unter den Niedrigzinsen. Quelle: AP
MetLife

Der amerikanische Versicherungsriese leidet wie der Rest der Branche unter den Niedrigzinsen.

(Foto: AP)

Washington/New YorkSeit dem Zusammenbruch der internationalen Finanzmärkte im Jahr 2008 stehen Banken als potenzielle Krisenverursacher unter verschärfter Beobachtung von Politik und Aufsehern. Doch nicht nur sie können Brutstätten für Finanzrisiken sein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in seinem neuen Bericht zur Stabilität des Weltfinanzsystems vor einer Branche, die lange als Stabilitätsgarant galt: Versicherer.

Niedrige Zinsen bringen die Kapitalerträge unter Druck, schwankende Kurse erhöhen das Risiko: Nach Beobachtung des IWF sind Systemrelevanz und Krisenanfälligkeit der Versicherer deutlich gestiegen. Ihre Bedeutung für die Sicherheit des Finanzsystems liegt zwar noch weit unter der der Banken, kann aber nicht mehr übersehen werden.

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