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Finanz-Start-up Fintech Raisin erwirbt Spezialisten für Altersvorsorge

Mit der Vermittlung von Einlagen ist Raisin einst gestartet. Mit dem Erwerb des Fintech Fairr können Kunden fortan auch in Altersvorsorgeprodukte investieren.
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Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund (von links). Quelle: Lukas Schramm für Raisin
Raisin-Gründer

Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund (von links).

(Foto: Lukas Schramm für Raisin)

Berlin Das Fintech Raisin, im deutschen Sprachraum eher unter dem Namen Weltsparen geläufig, treibt das Wachstum voran. Raisin übernimmt das Fintech Fairr, das sich auf Produkte für die Altersvorsrge spezialisiert hat. Das sagte Raisin-Chef und Mitbegründer Tamaz Georgadze gegenüber dem Handelsblatt.

Anfang des Jahres hatte Raisin mit dem Erwerb der 1973 gegründeten Frankfurter MHB-Bank, ein auf Firmenkunden spezialisiertes Institut, für Aufsehen gesorgt. In der Regel kooperieren Fintechs mit etablierten Kreditinstituten oder werden von Banken übernommen – im Falle der MHB-Bank lief es eben andersherum.

Raisin war 2013 mit einer simplen Geschäftsidee gestartet: Geldanlage bei einer ausländischen Bank. Da Banken in Deutschland ihren Kunden seit Jahren nur geringe Zinsen anbieten können, wird eine Anlage im Ausland attraktiv. Raisin macht es sich zunutze, dass die Einlagen der Sparer EU-weit bis zu 100.000 Euro abgesichert sind. Seit 2013 konnte das Fintech Einlagen in Höhe von 15 Milliarden Euro an mehr als 80 Partnerbanken vermitteln. Mittlerweile haben rund 15 Finanzdienstleister die Festgeld-Angebote von Raisin eingebunden.

Auch die Anlage in Indexfonds (ETFs) ist über Raisin möglich. Mit Fairr haben die etwa 200.000 Kunden nun die Gelegenheit, ihr Geld in Altersvorsorgeprodukte zu stecken. Mit der Möglichkeit der langfristigen Geldanlage werde bei Raisin eine Lücke geschlossen, sagte Fairr-Gründer Jens Jennissen, der den Markt der Altersvorsorge noch als „sehr verstaubt, intransparent und kostenintensiv“ wahrnimmt. Bislang konnte Fair eine fünfstellige Zahl von Kunden gewinnen, deren Verträge auf eine Ablaufleistung von rund zwei Milliarden Euro kommen.

Details über die konkreten Finanzierungsbedingungen gibt Raisin nicht preis. Fairr werde vollständig erworben, im Gegenzug erhielten die drei Fairr-Gründer Anteile an Raisin und eine Barkomponente. Ausgezahlt wurde ein Ankerinvestor. Bislang war die Beteiligungsgesellschaft der Investitionsbank Berlin mit 15 Prozent beteiligt. „Wir freuen uns, dass Raisin und Fairr jetzt gemeinsam den Berliner Fintech-Standort weiter stärken“, so Beteiligungsmanager Clemens Kabel.

Die Übernahme nimmt Raisin zum Anlass, den Bereich Anlage- und Altersvorsorgeprodukte zu etablieren, in dem die bestehende Investmentsparte aufgehen soll. In diesem Bereich sollen die Fairr-Gründer leitende Funktionen übernehmen.

Mehr: Raisin bekommt prominente Unterstützung. Die Investmentbank Goldman Sachs könnte auch ein potenzieller Partner sein.



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