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Finanz-Start-ups Cringle-Team schlüpft bei der DKB unter

Die Onlinebank übernimmt die Mitarbeiter des insolventen Fintechs Cringle. Die DKB hatte bereits mit dem Anbieter von Handy-zu-Handy-Zahlsystemen kooperiert.
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Die Einführung eines Experimentierraums für innovative Finanzprodukte wäre insbesondere auf der EU-Ebene wünschenswert, findet Wolf-Georg Ringe. Quelle: E+/Getty Images
Handy-zu-Handy-Zahlung

Die Einführung eines Experimentierraums für innovative Finanzprodukte wäre insbesondere auf der EU-Ebene wünschenswert, findet Wolf-Georg Ringe.

(Foto: E+/Getty Images)

Frankfurt Für die Mitarbeiter des Berliner Finanz-Start-ups Cringle gibt es nach der Insolvenz ein Happy End. Das gesamte Team, also auch die Gründer, heuern bei der ebenfalls in Berlin ansässigen Onlinebank DKB an. Sie werden künftig für die DKB-Tochter Code Factory arbeiten, eine Art Start-up innerhalb der Bank.

Die Cringle-Gründer und das Team hätten „Mut zu neuen Technologien und Produkten bewiesen“, sagte Arnulf Keese, Chief Digital Officer der DKB. Der Digitalexperte Keese ist erst im Juli zur DKB gestoßen. Er war zuvor unter anderem Geschäftsführer beim US-Onlinebezahldienst Paypal und dort für Deutschland zuständig.

Die DKB, die derzeit viele Kunden gewinnt, will sich auch mit Hilfe der Code Factory für die Zukunft wappnen – und, sagt Keese, zum „Technologiekonzern mit Banklizenz“ werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Bankgeschäft zunehmend digitalisiert wird. Marktbeobachter erwarten, dass früher oder später auch Technologiekonzerne wie Amazon und Apple Finanzdienstleistungen anbieten und damit zu starker Konkurrenz für Banken werden.

Cringle hatte Ende August Insolvenz angemeldet und Anfang Oktober den Betrieb eingestellt. Das Fintech, wie Finanztechnologiefirmen genannt werden, hatte keine Investoren gefunden. Cringle hatte eine App für Handy-zu-Handy-Zahlungen angeboten und dabei unter anderem mit der DKB kooperiert.

Unmittelbar nach Cringle hat mit Lendstar ein zweiter Handy-zu-Handy-Zahldienst über seine Insolvenz berichtet. Auch Lendstar teilte mit, man habe vergeblich nach einem Käufer gesucht. Die App läuft bisher aber weiter.

Gescheitert sind die beiden Fintechs mit ihren weitgehend kostenlosen Angeboten letztlich an den etablierten Banken. So haben Sparkassen und Volksbanken jeweils ein Handy-zu-Handy-Zahlsystem gestartet und nutzen „Kwitt“ inzwischen gemeinsam. Kwitt hat mehr als eine Million Nutzer.

Bei Bezahl-Apps hat es vor zwei Jahren schon eine Pleite gegeben. Damals musste Cookies aufgeben. Auch das Cookies-Team kam woanders unter – beim schwedischen Bezahldienst Klarna. Klarna ist europaweit aktiv – und auch in Deutschland stark.

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