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Deutsche Bank

Die Zentrale des Geldhauses in Frankfurt am Main.

(Foto: Reuters)

Finanzaufsicht Bafin erhöht Druck auf Deutsche Bank

Das Mandat des Geldwäsche-Sonderbeauftragten wird um den Danske-Bank-Skandal erweitert.
Update: 15.02.2019 - 10:58 Uhr Kommentieren

Frankfurt Bereits im vergangenen Herbst hat die Finanzaufsicht Bafin der Deutschen Bank einen Sonderbeauftragten ins Haus geschickt, der dafür sorgen soll, dass das Institut endlich beim Kampf gegen Geldwäsche vorankommt. Jetzt wird das Mandat um die Untersuchung der Korrespondenzbank-Beziehungen mit der Danske Bank erweitert.

Damit reagiert die Bafin auf die Verstrickung des größten heimischen Instituts in den Geldwäscheskandal bei dem dänischen Geldhaus. Bislang hat die Deutsche Bank in dem Fall selbst intern ermittelt.

Die Bank bestätigte die Ausweitung des Mandats des Sonderbeauftragten, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Grundsätzlich sei der Schritt der Bafin sinnvoll, teilte die Bank mit.

„Das war bereits im Dezember vergangenen Jahres unser Verständnis, da Aufsichtsbehörden weltweit ein sehr großes Interesse an den Vorgängen rund um die Danske Bank Estonia hatten und haben. Weiterhin gibt es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten unsererseits in diesem Zusammenhang.“

Die estnischer Niederlassung der Danske Bank steht im Zentrum des bislang größten Geldwäsche-Skandals in Europa. Zwischen 2007 und 2015 sollen rund 200 Milliarden Euro an verdächtigen Zahlungen über das Institut geflossen sein.

Laut internen Untersuchungen leitete die Deutsche Bank etwa 150 Milliarden Euro davon weiter. Die Frankfurter waren jahrelang als Korrespondenzbank für Danske tätig. Bislang verteidigt sich die Bank mit dem Argument, dass sie als Korrespondenzbank die Kunden der Danske Bank nicht so intensiv durchleuchten musste wie die eigenen Kunden.

Das Geldhaus hat bislang keine Rückstellungen für mögliche Strafen gebildet. Im vergangenen September hatte die Bafin zum ersten Mal bei einer Bank überhaupt einen Sonderbeauftragten eingesetzt, der überwachen soll, dass die angeordneten Maßnahmen zur Geldwäscheprävention von der Deutschen Bank auch zügig und korrekt umgesetzt werden. Den Auftrag dafür vergaben die Aufseher an die Beratung KPMG, die auch der Wirtschaftsprüfer des Instituts ist.

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