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Finanzbranche US-Investmentbank baut Frankfurt-Büro aus

Frankfurt wird für ausländische Investoren immer interessanter: Die US-Bank Raymond James will von dort aus auf den europäischen Markt drängen.
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Frankfurt ist Deutschlands wichtigster Finanzplatz. Wegen des Brexits könnte Hessens größte Stadt zum wichtigsten Finanzplatz Europas aufsteigen. Quelle: dpa
Skyline von Frankfurt

Frankfurt ist Deutschlands wichtigster Finanzplatz. Wegen des Brexits könnte Hessens größte Stadt zum wichtigsten Finanzplatz Europas aufsteigen.

(Foto: dpa)

Der US-Finanzdienstleister Raymond James Financial will die Aktivitäten in Deutschland nach einer Meldung von Bloomberg weiter ausbauen. Er will zusätzliche Mitarbeiter in seinem neuen Frankfurter Büro einstellen. Das habe Melville D. Mummert, der das europäische Investmentbanking leitet, der Nachrichtenagentur gesagt. Erst seit dem Sommer 2016 ist Raymond James Financial auch in Europa mit einem Investmentbanking vertreten.

„Wir arbeiten daran, in Frankfurt für unsere Kunden neben M&A weitere Beratungsleistungen, beispielsweise Debt-Advisory, aufzubauen“, erklärt Mummert, dessen meiste Mitarbeiter historisch bedingt von München aus tätig sind. Er bezeichnet den Gang nach Frankfurt als „logischen Schritt“. Hier gebe es einen exzellenten Zugang zu Finanzierungsquellen. Er verweist auf die Nähe zu Banken und Private-Equity-Gesellschaften.

In Deutschland rechnet Mummert mit einer ganzen Reihe an Übernahmen von börsennotierten Firmen, die einst beim Dot-Com-Boom aufs Parkett gegangen waren. „Viele Aktienkurse spiegeln nicht die Performance dieser Unternehmen wider, und das frustriert die Manager. Zudem gibt es mehr Einschränkungen, wenn eine Firma an der Börse gehandelt wird“, sagt Mummert. „In TecDax und MDAX tut sich was.“

Diese Dax-Aktien haben noch Kurspotenzial

FRESENIUS MEDICAL CARE KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785802
Börse
L&S

+0,12 +0,20%
+61,42€
Chart von FRESENIUS MEDICAL CARE KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius Medical Care
1 von 10

Das Vertrauen der Analysten in den weltweit führenden Anbieter von Dialyseprodukten ist groß. Von 26 Analysten empfehlen 15 die Aktie zum Kauf, elf legen sich nicht fest, aber keiner der Aktienexperten würde verkaufen. Auch die Einschätzung zum Kurspotenzial kann sich sehen lassen: Der Aktie wird ein Steigungspotenzial von 16,3 Prozent zugetraut, ergibt die Auswertung der Analystenkommentare. Damit läge der prognostizierte Kurs bei 88,89 Euro. Der Analystencheck des Handelsblatts sammelt Einschätzungen verschiedener Banken und Analysten und ermittelt den Durchschnittskurs aller Studien. Dabei handelt es sich um eine gewichtetes Kursziel: Jüngere Analysen werden bei der Berechnung des durchschnittlichen Kurspotenzials stärker gewichtet als ältere.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
L&S

+0,38 +2,88%
+13,46€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat.1 Media SE
2 von 10

Seit August 2013 werden die Aktien des Medienkonzerns unter dem neuen Namen ProSieben Sat1 Media die Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt. Von 26 Analysten empfehlen 20 die Aktie zum Kauf, keiner würde verkaufen. Im Mittel trauen sie dem Wert einen Kursanstieg auf 44,35 Euro zu – das wäre ein Plus von 14,1 Prozent.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

+2,98 +2,57%
+118,34€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
3 von 10

Der deutsche Softwarehersteller SAP SE ist einer der weltweit führenden Entwickler und Anbieter von Unternehmenssoftware. Insgesamt 50 Analysten schätzen den Aktienkurs positiv ein, unter anderem die britische Investmentbank Barclays. Die Aktie wäre ein "Top Pick" im Sektor. Durchschnittlich steigen soll sie, so die Prognose, um 8,3 Prozent. Damit läge sie dann bei 94,31 Euro.

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
L&S

+1,45 +0,67%
+218,75€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
4 von 10

Der Versicherungskonzern gehört zu den attraktivsten Dax-Titeln, auch wegen seiner hohen Dividende. Insgesamt 55 Analysten schätzen das Kurspotenzial des Titels positiv ein. Um 8,1 Prozent sollte der Kurs laut der Analystenstudie steigen. Dann würde das Papier bei 170,54 Euro notieren. Am gestrigen Donnerstag hat der Konzern Zahlen vorgelegt und ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Linde AG

WKN
ISIN
DE0006483001
Börse
n. a.

Chart von Linde AG
Linde
5 von 10

Laut einem Interview mit Unternehmenschef Aldo Belloni, will der Industriegasekonzern den Fusionsvertrag mit Praxair im April vorlegen. Dieser Deal wäre wertsteigernd für die Aktionäre. Das Kurspotenzial liegt nach Einschätzung von 60 Analysten bei 7,4 Prozent. Behalten die Experten Recht, würde der Kurs der Aktie von momentan 152,20 Euro auf 163,37 Euro steigen.

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
L&S

+2,10 +0,75%
+282,95€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas
6 von 10

Der weltweit größte Anbieter von Sportprodukten hat Potenzial: 6,2 Prozent Zuwachs billigen 26 Experten dem Aktienkurs zu. Das würde bedeuten, dass die Aktie mit 157,65 Euro gehandelt werden würde. Die britische Investmentbank HSBC rechnet bei dem Sportartikelhersteller mit starken Resultaten für das vierte Quartal. Positive Rückschlüsse lasse auch die jüngste Gewinnwarnung des Konkurrenten Under Armour zu, die auf Marktanteilsgewinne durch Adidas schließen lasse.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

+0,82 +1,26%
+65,58€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
7 von 10

Die gewichtete Empfehlung, bei der jüngere Studien stärker als ältere berücksichtigt werden, von 42 Analysten für den Kurs der Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer liegt bei sechs Prozent. Das entspricht einem Kursziel von 113 Euro. Laut Analyst Jeffrey Holford dürfte der Anlegerfokus auf der angekündigten Fusion mit Monsanto liegen, die den Bayer-Aktiengewinn mittelfristig um rund zwölf Prozent steigern dürfte.

Den Grundstein für das europäische Investmentbanking hatte Raymond James im Juni 2016 mit dem Kauf des M&A-Beraters Mummert & Company Corporate Finance GmbH gelegt, samt damals 22 Mitarbeitern in München. Mummert, Managing Partner bei der bayerischen Firma, übernahm die Leitung des europäischen Investmentbankings der Amerikaner.

Inzwischen ist das Team in Deutschland auf 50 Mitarbeiter angewachsen, davon 13 in dem im Juli 2017 eröffneten Büro in Frankfurt. Seit September gibt es mit London einen dritten Standort, dort sind 15 Leute tätig. „Das ist schon ungewöhnlich, dass ein amerikanischer Finanzdienstleister seine europäische Expansion von Deutschland aus startet und nicht von London“, sagt Mummert.

Während einige US-Finanzdienstleister für Wachstum nach Europa blicken, orientieren sich deutsche Banken ihrerseits in Richtung USA. So drängt Joh. Berenberg Gossler & Co. KG auf die andere Seite des Atlantiks. Nachdem die Hamburger Bank in den vergangenen zwölf Monaten bereits zehn Analysten für ihr New Yorker Büro angestellt hatte, sollen in den nächsten zwei Jahren noch einmal 20 hinzukommen, wie Dave Mortlock, weltweiter Chef für Investmentbanking bei Berenberg, kürzlich gegenüber Bloomberg erklärte.

Für das Frankfurter Büro hat Raymond James zwei Managing Directors angestellt. Einer der beiden ist Dirk Damegger, der am 1. Dezember von der IKB Deutsche Industriebank AG zu den Amerikanern kam. Nach seinen Stationen bei Sal. Oppenheim und Société Générale CIB verantwortete Damegger zuletzt bei der IKB das Branchen-Team Konsumgüter/Handel. Um diese Branchen kümmert er sich nun auch bei Raymond James.

Bei dem anderen Managing Director in Frankfurt handelt es sich um Dirk-Oliver Löffler. Er wechselte 2017 von der M&A-Boutique Richmond Park Partners, nachdem er zuvor die M&A-Beratung von Berenberg geleitet hatte.

Die Branchen, auf die sich Raymond James derzeit im europäischen Investmentbanking konzentriert, sind Technologie, Healthcare, Verbraucher/Einzelhandel sowie Industrie, wobei die Mitarbeiter jeweils mit nordamerikanischen Kollegen in Global-Sector-Teams eng zusammenarbeiten.

Mit Financial Institutions, inklusive Fintechs, wird jetzt ein fünfter Sektor aufgebaut, allerdings in London. Mummert: „Wir sind erst nach dem Brexit-Entscheid nach London gegangen. London wird ein Zentrum der europäischen Finanzwirtschaft bleiben.“

  • Bloomberg
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