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Finanzdienstleister soll mit Staatsanleihen spekuliert haben Citigroup droht Ermittlungsverfahren

Die Citigroup soll im August vergangenen Jahres Bundesanleihen in spekulativer Absicht verkauft und so Verluste bei anderen Banken und Kosten für den Bund verursacht haben. Die Staatsanwalt wird nun womöglich ein Verfahren einleiten.

HB BERLIN. Gegen die Citigroup wird womöglich ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft eingeleitet. Das sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter dem Magazin «Spiegel». Das Finanzinstitut hatte im August vergangenen Jahres innerhalb weniger Minuten deutsche Staatsanleihen verkauft und damit einen Kurssturz der Papiere ausgelöst.

Anschließend kaufte die Citigroup die Papiere zum Teil zurück – zu einem deutlich niedrigeren Preis. Der Gewinn habe laut «Spiegel» bei 17 Millionen Euro gelegen. «Seit Juli 2002 ist Marktmanipulation strafbar», sagte der CDU-Politiker. «Und dieser Fall ist die Nagelprobe für die Wirksamkeit des Gesetzes.»

Die Transaktion habe Verluste bei anderen Banken ausgelöst und bei den Emittenten der Wertpapiere - unter anderem beim Bund - zu höheren Kosten geführt, berichtet das Blatt. Bankenaufseher haben daraufhin Ermittlungen wegen der spekulativen Aktion eingeleitet. Die Untersuchungen der deutschen Finanzaufsicht Bafin seien «so gut wie abgeschlossen», berichtet das Magazin unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Mitarbeiter im Bundesfinanzministerium.

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