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Finanzen US-Demokraten fordern von Deutscher Bank Informationen über Trump an

Zwei Ausschüsse aus dem Repräsentantenhaus verlangen Informationen über den US-Präsidenten von dem Frankfurter Institut und von anderen Banken.
Update: 16.04.2019 - 04:56 Uhr Kommentieren
Jahrelang vergab die Deutsche Bank Kredite an US-Präsident Donald Trump. Quelle: dpa
Deutsche Bank

Jahrelang vergab die Deutsche Bank Kredite an US-Präsident Donald Trump.

(Foto: dpa)

WashingtonDie Demokraten wollen keine Zeit verlieren. Die Vorsitzenden zweier Ausschüsse im Repräsentantenhaus haben am Montag mehrere Banken zur Herausgabe von Informationen über US-Präsident Donald Trump aufgefordert. Betroffen sind die Deutsche Bank, die Trump und dessen Familie schon seit Jahren als Kunden zählt, aber auch JP Morgan Chase, Bank of America und Citigroup, wie die „New York Times“ berichtet.

Maxine Waters, die Vorsitzende des Finanzausschusses, saß nach eigenen Angaben bereits im März mit ihren Mitarbeitern und Juristen der Bank zusammen, um zu sondieren, welche Dokumente über den Präsidenten sie führ ihre Untersuchung benötigt. Die Ausschüsse können sogenannte Subpoenas beantragen, die die Banken zur Herausgabe von Informationen über ihre Kunden verpflichtet. Diese seien am Montag zugestellt worden, teilten Waters und Schiff mit, die sich beide für die Finanzen des Präsidenten interessieren.

„Die potenzielle Nutzung des US-Finanzsystems für rechtswidrige Zwecke ist eine ernste Angelegenheit“, teilte Waters mit. Daher werde ihr Ausschuss diese Angelegenheiten „genau untersuchen, auch wenn es um den Präsidenten und seine Weggefährten geht.“ Schiff betonte, dass es sich bei der Deutschen Bank um eine „freundliche Subpoena“ handele, da die Bank bereits mit den Ausschüssen kooperiere.

Die Demokraten hatten Anfang Januar die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus gewonnen und wollen ihre Macht nun nutzen, um Untersuchungen voranzutreiben. Das kommt auch der Bank entgegen. Die Partei interessiert sich schon länger für Dokumente der Bank, die über Trumps Finanzen und seine internationalen Geschäfte Auskunft geben sollen. Gerade seine Geschäfte mit Russland sind von Interesse. Vor einem Jahr hatte sie den deutschen Konzern bereits zur Herausgabe von Dokumenten aufgefordert. Damals war sie jedoch noch in der Opposition und hatte keine offiziellen Mittel, die Bank dazu zu bewegen, die nicht einfach Daten über ihre Kunden herausgeben kann – egal wie prominent sie sind.

Aus offiziellen Unterlagen von 2018 geht hervor, dass Trump Kredite von mindestens 130 Millionen Dollar bei der Deutschen Bank ausstehen hat, unter anderem für das Trump International Hotel in Washington, in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses. Insgesamt mehr als zwei Milliarden Dollar soll die Deutsche Bank über die Jahre an Trump verliehen haben.

Die Bank befinde sich in einem „produktiven Dialog“ mit den beiden Ausschüssen, teilte eine Sprecherin in New York mit. Über inhaltliche Fragen könnten jedoch nur die Gremien von Waters und Schiff Auskunft geben.

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