Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Finanzgruppe Bayerische Sparkassen plädieren für Super-Landesbank

In der Debatte um eine einzige Landesbank sind sich die Sparkassen uneins. Doch die bayrischen Sparkassen sehen darin eine effiziente Zukunft.
Kommentieren
Die NordLB steckt unter anderem wegen fauler Schiffskredite in Problemen. Quelle: dpa
NordLB

Die NordLB steckt unter anderem wegen fauler Schiffskredite in Problemen.

(Foto: dpa)

MünchenDie bayerischen Sparkassen stellen sich hinter die Pläne für eine einzige Landesbank in Deutschland. „Die heutigen Strukturen reichen nicht in die weite Zukunft“, sagte der Präsident des bayerischen Sparkassenverbandes, Ulrich Netzer, am Dienstag in München. Die Gruppe der öffentlich-rechtlichen Banken müsse sich konsolidieren.

„Die Zeiten, in denen man sich diese Redundanzen leisten konnte, sind vorbei.“ In effizienten Strukturen reiche ein Zentralinstitut für die deutschen Sparkassen aus. Das sei aber wohl nur Schritt für Schritt erreichbar. „Aber die Zeit drängt. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir im Nachlauf zur NordLB die ersten Schritte gehen.“

Grund für Netzers Ansicht sind offenbar die Probleme der Landesbank in Hannover, die wegen fauler Schiffskredite frisches Kapital in Milliardenhöhe von ihren Eigentümern, den Ländern und Sparkassen, braucht. „In den letzten 15 Jahren sind in regelmäßigen Abständen Landesbanken in Schieflage geraten oder sind ganz vom Markt verschwunden“, sagte er. „Und jedes Mal mussten die Sparkassen dafür bluten. Irgendwann muss man daraus lernen.“

Allein die bayerischen Sparkassen koste die Rettung der NordLB 68 Millionen Euro. Der deutsche Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis verfolgt seit seinem Amtsantritt die Idee einer „Super-Landesbank“, stößt damit aber auf Widerstand. Es gehe darum, die unterschiedlichen Interessen der Landesbanken-Eigentümer auszugleichen, forderte Netzer. „Wenn man das nicht tut, scheitern diese Prozesse. Aber ein weiteres Scheitern können wir uns nicht leisten.“

Die Länder bräuchten ihre Sparkassen als Anker für die regionale Wirtschaft – aber auch die Sparkassen bräuchten die Länder. Die BayernLB, an der die Sparkassen 25 Prozent halten, muss laut Netzer nicht von Anfang an Teil einer „Super-Landesbank“ werden. „Es ist nicht zwingend, dass alle Landesbanken dabei sind, um die Ziele zu erreichen.“ Die BayernLB mit ihrer Beteiligung an der Direktbank DKB habe in Teilen ein anderes Geschäftsmodell als andere Landesbanken.

Die bayerische Staatsregierung hatte als Mehrheitseigentümer vor kurzem deutlich gemacht, dass sie derzeit weder eine Fusion noch einen Verkauf der Landesbank plane. Die Gewinne der 65 bayerischen Sparkassen bröckeln wegen der niedrigen Leitzinsen immer weiter. Ihr Betriebsergebnis sei 2018 vor Bewertung um fünf Prozent auf 1,67 Milliarden Euro gesunken, sagte Netzer.

Der Zinsüberschuss als Haupteinnahmequelle der schrumpfte trotz steigender Kreditvolumina und Einlagen um vier Prozent. „Auf Dauer wird es immer schwieriger, den Rückgang über andere Ertragsquellen und Kostensenkungen aufzufangen“, sagte der Sparkassenpräsident.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Finanzgruppe - Bayerische Sparkassen plädieren für Super-Landesbank

0 Kommentare zu "Finanzgruppe: Bayerische Sparkassen plädieren für Super-Landesbank"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.