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Finanzierungsrunde Wie Goldman Sachs dem deutschen Fintech Elinvar helfen soll

Die US-Großbank Goldman Sachs beteiligt sich zum ersten Mal an einem deutschen Fintech: Sie investiert über 13 Millionen in den Finanzdienstleister Elinvar.
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Die renommierte US-Investmentbank wird sich mit 13,9 Prozent an Elinvar beteiligen und dafür den absolut größten Teil der Kapitalrunde stemmen. Quelle: Reuters
Goldman Sachs

Die renommierte US-Investmentbank wird sich mit 13,9 Prozent an Elinvar beteiligen und dafür den absolut größten Teil der Kapitalrunde stemmen.

(Foto: Reuters)

BerlinViele Finanzierungsrunden für Fintechs sind deutlich höher ausgefallen als die jüngste von Elinvar. Das Fintech sammelte etwa 15 Millionen Euro ein. Und dennoch konnte es einen Coup landen: Die renommierte US-Investmentbank wird sich mit 13,9 Prozent beteiligen und damit den absolut größten Teil der Kapitalrunde stemmen.

Es ist die erste Beteiligung an einem deutschen Fintech, die Goldman Sachs eingeht. Zwar beteiligten sich auch die bisherigen Großinvestoren Finleap und die Talanx-Gruppe an der Finanzierungsrunde, doch ihre Anteile schmelzen auf je 32,8 Prozent ab. Die Gründer und das Team von Elinvar halten mehr als 20 Prozent der Anteile.

Für den Mitgründer und Mitgeschäftsführer von Elinvar, Chris Bartz, war die Mobilisierung des Kapitals nicht das Entscheidende. „Geld haben andere auch“, gibt er in einem Gespräch mit dem Handelsblatt zu verstehen. Goldman Sachs könne aber mit seinem Bekanntheitsgrad und seinem Netzwerk eine große strategische Hilfe bei der anstehenden Internationalisierung des Geschäfts sein.

Bereits jetzt sondieren Elinvar-Mitarbeiter das Feld in Italien und Frankreich. Dort stellen sie auf Konferenzen privater Banken ihre Dienstleistungen vor. „Wir sehen wegen der hohen Anzahl vermögender Kunden ein großes Potential und wollen uns bekannt machen“, sagt Bartz.

Auch in Deutschland sieht er den Markt noch längst nicht erschöpft. Potenzielle Kunden sind die 500 Vermögensverwalter in Deutschland sowie rund 280 Privatbanken und rund 100 Sparkassen und Volksbanken mit eigener Vermögensverwaltung.

Zu Elinvars Kunden zählen jetzt schon beispielsweise M.M. Warburg & Co., Donner & Reuschel AG, die Fürstlich Castell’sche Bank sowie seit kurzem die Online-Tochter der BayernLB, DKB.

Private Kunden bekommen Elinvar in der Regel nicht zu Gesicht. Elinvar bietet anderen Geschäftspartnern seine Plattform als Service an. Die können sich auf die Plattform für ihre Bedürfnisse anpassen.

Die Dienstleistungen reichen vom Kunden- und Vertragsmanagement, dem Online-Onboarding von Kunden, der Unterstützung bei der persönlichen Beratung bis zum Portfoliomanagement, dem Reporting und der Datenanalyse.

Elinvar mache Privatbanken und Vermögensverwalter fit für die Zukunft, bringt es der Finleap-Chef Ramin Niroumand auf den Punkt. „Und das gilt nicht nur für das Neugeschäft, sondern auch für das Bestandsgeschäft“, betont Bartz. „Elinvar hat eine innovative Technologie entwickelt, die dabei helfen kann, die Digitalisierung der Asset-Management-Branche zu beschleunigen“, begründet James Hayward, Chef der Principal Strategic Investment Group von Goldman Sachs, das Engagement.

Gründer Bartz kann die Bedürfnisse der Bankenwelt. Er arbeitete fast 20 Jahre bei Banken, zehn Jahre davon bei der Deutschen Bank AG, bevor er Elinvar mitgründete. Auch COO Marco Neuhaus war an der Gründung beteiligt und zuvor bei Deutschlands größter Bank tätig gewesen.

Und offensichtlich sind die Dienstleistungen von Elinvar gefragt. Die Zahl der Mitarbeiter des 2016 gegründeten Fintechs sollen von aktuell 80 auf rund 100 bis Ende des Jahres steigen. Der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin, Jürgen Allerkamp, dürfte sich bestätigt fühlen. Fintechs können in Berlin zum Job-Motor werden, glaubt er.

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