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Finanzinstitute Brexit erhöht die Kosten für EZB-Bankenaufsicht

Die Bewertungsarbeiten für ausscheidende Banken durch den Brexit erhöhen die Kosten für die zuständige EZB. Zahlen sollen diese aber die Institute.
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Die Bank mit Sitz in Frankfurt ist mit für die Aufsicht der großen Banken im Währungsraum zuständig. Quelle: dpa
Europäische Zentralbank

Die Bank mit Sitz in Frankfurt ist mit für die Aufsicht der großen Banken im Währungsraum zuständig.

(Foto: dpa)

Frankfurt Auf die Geldhäuser in der Euro-Zone kommen wegen des bevorstehenden Brexit höhere Kosten für die Aufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu. Für 2019 werde der erwartete Gesamtbetrag der Gebühren wohl mit 576 Millionen Euro um gut 21 Prozent über der Schätzung für 2018 liegen, teilten die Bankenwächter am Dienstag in Frankfurt mit.

Der Kostenanstieg hänge vor allem damit zusammen, dass die EZB mehr Mitarbeiter für die Kontrolle von Banken brauche, die wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens ihren Standort verlagern oder größer werden. Dazu kämen entsprechende vorbereitende Bewertungsarbeiten. Die Banken sollen die Gebührenbescheide im Oktober erhalten.

Die EZB holt sich von den Instituten die Kosten zurück, die im Zusammenhang mit der Aufsicht entfallen. Sie legt dabei einen Schlüssel an, der unter anderem die Größe und das Risikoprofil des Finanzinstituts berücksichtigt. Der überwiegende Teil der Gebühren entfällt auf die großen Banken des Euro-Raums, die die EZB direkt beaufsichtigt. Seit Herbst 2014 ist die EZB für die Kontrolle der großen Banken im Währungsraum zuständig. Die Aufsicht über kleinere Finanzhäuser teilt sie sich mit den nationalen Behörden.

Momentan sind die Bankenwächter dabei, ihre Gebührenordnung zu überarbeiten. Mit der Neuregelung sollen die Aufsichtsgebühren nicht mehr geschätzt und im Voraus erhoben werden. Künftig sollen sie aufgrund tatsächlich entstandener Kosten berechnet und erst am Ende des jeweiligen Zeitraums eingesammelt werden. Den Plänen zufolge sollen zudem kleinere Geldhäuser entlastet werden. Die Institute können sich noch bis zum 6. Juni zu den Vorschlägen der EZB äußern.

Finance Briefing
  • rtr
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