Finanzkonzern W&W ist von seinen Zielen weit entfernt

Die Bilanz von Wüstenrot und Württembergische fällt besser aus als erwartet – dank des Sparkurses und positiver Steuereffekte. Doch es ist noch ein weiter Weg bis zum Ziel. Der Konzern leidet unter den niedrigen Zinsen.
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Wüstenrot-Hauptverwaltung in Ludwigsburg und Kornwestheim: Bei W&W sollen bis 2015 rund 800 der insgesamt 7900 Stellen wegfallen. Quelle: PR

Wüstenrot-Hauptverwaltung in Ludwigsburg und Kornwestheim: Bei W&W sollen bis 2015 rund 800 der insgesamt 7900 Stellen wegfallen.

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StuttgartDer Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische (W&W) hat dank seines Sparkurses und positiver Steuereffekte 2013 weniger Gewinn eingebüßt als erwartet. Nach vorläufigen Zahlen lag der Jahresüberschuss trotz hoher Aufwendungen für Unwetterschäden bei rund 155 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag in Stuttgart mitteilte. „Die Unwetterschäden haben unser Ergebnis dank einer ausgefeilten Rückversicherungspolitik nicht in Gefahr gebracht“, sagte Vorstandschef Alexander Erdland. Im Sommer hatten Wetterextreme wie Hochwasser und Hagel den Konzern belastet.

Geplant waren ursprünglich 135 Millionen Euro Gewinn, nachdem W&W 2012 noch 235 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet hatte. Grund für den Rückgang seien hohe Rückstellungen, unter anderem für Abfindungen. Bei einem Stellenabbau sollen im Konzern bis 2015 rund 800 der insgesamt 7900 Stellen wegfallen, sagte ein Sprecher. Bislang seien allein 300 Stellen durch natürliche Fluktuation abgebaut worden.

Darüber hinaus sei erfolgreich über den Wegfall von 300 Arbeitsplätzen bei der Bausparkasse Wüstenrot verhandelt worden. Angedacht sind im Rahmen des Sozialplans unter anderem Aufhebungsverträge, aber auch Vereinbarungen für Teilzeit und Vorruhestand. Über die Bedingungen für die restlichen 200 Stellen gehen die Gespräche weiter.

Dem Konzern machen die niedrigen Zinsen zu schaffen, wegen denen viele Verbraucher vor Geldanlagen wie Lebensversicherungen zurückschrecken. Aus diesem Grund hatte W&W Ende 2012 sein Gewinnziel von 250 Millionen Euro bis 2016 aufgeschoben. In diesem Jahr soll der Überschuss zunächst wieder auf 180 Millionen Euro steigen. Seine endgültigen Zahlen legt W&W Ende März vor.

  • dpa
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