Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Finanzkrise Britische Regierung verbietet Krisenbank-Boni

Die britische Regierung hatte 2008 die Krisenbank RBS vor der Pleite gerettet. Trotz großen Verlusten, zahlte sie im vergangenen Jahr Boni. Diese wollte die KBS nun sogar erhöhen. Das verbot die Regierung.
Kommentieren
Eine Filiale der Royal Bank of Scotland in London: Im vergangenen Jahr hatte die Großbank10,9 Milliarden Euro Verlust gemacht. Quelle: Reuters

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland in London: Im vergangenen Jahr hatte die Großbank10,9 Milliarden Euro Verlust gemacht.

(Foto: Reuters)

London Die britische Regierung hat verhindert, dass die Führungskräfte der angeschlagenen Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) eine Chance auf höhere Boni bekommen. Das Thema werde von der Tagesordnung der RBS-Hauptversammlung im Juni genommen, weil die staatliche Beteiligungsgesellschaft UKFI einen entsprechenden Vorschlag abgelehnt habe, teilte die Bank am Freitag mit. Der Staat hatte die RBS in der Finanzkrise 2008 vor der Pleite gerettet und ist über die UKFI weiter mit 81 Prozent an ihr beteiligt.

Die Anteilseigner der RBS sollten im Juni darüber abstimmen, ob der Deckel für die Boni der Topbanker auf das zweifache des Fixgehaltes angehoben wird. Seit dem vergangenen Jahr sind Banker-Boni in der EU gedeckelt - sie dürfen für den einzelnen Mitarbeiter maximal so hoch sein wie dessen festes Gehalt. Die Aktionäre können aber entscheiden, dass doppelt so hohe Boni erlaubt sind. Die dafür nötige Abstimmung fällt nun bei der RBS aus.

Die britische Regierung lehnt die Boni-Regelung ab und geht vor dem Europäischen Gerichtshof dagegen vor. Ihrer Ansicht nach beeinträchtigt die Deckelung die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors.

Das Finanzministerium bekräftigte die Bedenken am Freitag. Der europäische Boni-Deckel sei „nicht gut durchdacht“. Während die Regelung gelte, werde die Regierung aber dafür sorgen, „dass sie in angemessener Weise angewendet wird“. Die RBS sei zwar auf gutem Wege, doch die Restrukturierung sei noch nicht abgeschlossen, mahnte das Ministerium. Eine Erhöhung des Boni-Deckels „ist nicht zu rechtfertigen“.

Im vergangenen Jahr hatte die Großbank 8,995 Milliarden Pfund (10,9 Milliarden Euro) Verlust gemacht, fast drei Milliarden mehr als 2012. Trotzdem gab die RBS 576 Millionen Pfund für Bonuszahlungen an Mitarbeiter aus.

Der Handelsblatt Expertencall
  • afp
Startseite

Mehr zu: Finanzkrise - Britische Regierung verbietet Krisenbank-Boni

0 Kommentare zu "Finanzkrise: Britische Regierung verbietet Krisenbank-Boni"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.