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Finanzkrise Streichkonzert bei US-Banken geht weiter

Trotz des Hilfspakets der Regierung rechnen Experten damit, dass Finanzunternehmen in den USA in diesem Jahr mindestens ebenso viele Stellen streichen wie 2007. Insgesamt könnten mehr als 200 000 Banker-Jobs der Finanzkrise zum Opfer fallen.
Den US-Banken steht in New York ein kalter Winter bevor. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Den US-Banken steht in New York ein kalter Winter bevor. Foto: Reuters

(Foto: Reuters)

NEW YORK. Rettung durch Wandel verspricht sich American Express (AmEx). Der US-Kreditkartenanbieter baut sich selbst zu einer normalen Bank um, damit der Konzern den 700 Mrd. Dollar schweren Banken-Rettungsschirm Tarp der US-Regierung anzapfen kann. Die Not ist groß: AmEx strauchelt wegen der steigenden Anzahl von Kunden, die ihre Kreditkartenschulden nicht bezahlen können. Für das dritte Quartal musste der Konzern bereits einen Gewinneinbruch von 24 Prozent melden. Der geplanten Restrukturierung sollen 7000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Auch viele andere US-Finanzunternehmen müssen trotz Hilfen aus dem Rettungspaket weiter Stellen abbauen. Vom Berater über den Händler bis zum Hedgefonds-Manager, alle kann es treffen. "Die Lage wird sich so schnell nicht bessern", sagte James Pedderson von der Jobvermittlungsagentur Challenger, Gray & Christmas in Chicago. Seine Firma führt eine Statistik über arbeitslos gewordene Banker. Bis Ende Oktober haben US-Finanzfirmen demnach in diesem Jahr bereits etwa 129.000 Stellenstreichungen angekündigt - das sind noch mehr als in der notleidenden US-Autoindustrie (110 000).

Bis Jahresende könnte die Zahl der gefeuerten Banker noch mal "in etwa die 153 000 aus dem Vorjahr erreichen, wenn nicht sogar mehr", sagte Pedderson. Andere Schätzungen gehen von bis zu 70 000 Jobs in den nächsten Monaten aus, so dass am Ende mehr als 200 000 Banker im Zuge der Finanzkrise ihren Job verloren haben könnten. "Die Wall Street, wie wir sie kennen, ist Vergangenheit", sagte Michael Williams, Ökonom am Touro College in New York. "Das war unvermeidlich, weil einfach nicht mehr genug Geld da ist, um die teils riesigen Belegschaften weiter bezahlen zu können."

Im September 2008, dem Monat, als Lehman Brothers pleite ging, wurden laut Challenger, Gray & Christmas allein rund 8 200 Jobstreichungen im Finanzsektor angekündigt. Im Oktober schlug die Finanzkrise mit fast 18 000 noch heftiger zu.

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