Finanzmarkt-Skandale Deutsche Bank entlässt Devisenhändler

Weil er unredlich mit Referenzkursen für Devisen verfahren sein soll, muss ein hochrangiger Mitarbeiter der Deutschen Bank wohl gehen. Nach Skandalen um Euribor und Libor sind Devisen ins Visier der Aufseher geraten.
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Die Deutsche Bank hat mit Manipulationsskandalen zu kämpfen. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank hat mit Manipulationsskandalen zu kämpfen.

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New York/ FrankfurtDie Deutsche Bank hat wegen des Skandals um die Manipulation von Devisenkursen Finanzkreisen zufolge einen hochrangigen Händler suspendiert. Diego Moraiz, der bei der Deutschen Bank in New York den Handel mit Währungen aus Schwellenländern leitet, sei bereits am 18. Dezember freigestellt worden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Moraiz sei ins Visier geraten, nachdem eine Prüfungsgesellschaft Aussagen in Chatrooms und Emails der vergangenen sieben Jahren durchleuchtet habe. Nach ähnlichen Skandalen im Zins- und Rohstoff-Geschäft nehmen sich Aufseher weltweit auch den Devisenhandel vor: Händlern mehrerer international tätiger Banken wird vorgeworfen, bei der Ermittlung von Referenzkursen getrickst zu haben.

Moraiz, der aus Argentinien stammt und seit 2004 für Deutschlands größtes Geldhaus arbeitet, sei besonders im Handel mit mexikanischen Pesos aktiv gewesen, sagte der Insider. Was genau ihm vorgeworfen wird, blieb zunächst unklar. Reuters hatte bereits Mitte Januar erfahren, dass die Deutsche Bank mehrere Händler in New York und womöglich auch anderswo auf dem amerikanischen Kontinent vom Dienst suspendiert hat. Sie stehen Finanzkreisen zufolge im Verdacht, an Devisen-Referenzkursen gedreht zu haben.

Die Deutsche Bank, die zu den größten Devisenhandelshäusern der Welt gehört, wollte sich zum Fall nicht äußern. Moraiz reagierte auf mehrere Anrufe nicht. Die Deutsche Bank hat bestätigt, dass sie Anfragen von Aufsichtsbehörden erhalten hat, die den Devisenhandel unter die Lupe nehmen. Die Ermittlungen, von denen auch andere Geldhäuser betroffen sind, befinden sich aber noch in einem frühen Stadium. Bisher sehe die Deutsche Bank keine Veranlassung, Rückstellungen für etwaige Bußgelder oder Vergleichszahlungen zu bilden, hatte das Institut am Mittwoch auf seiner Bilanzpressekonferenz erklärt.

Die Deutsche Bank ist nicht die erste, deren Händler unter Verdacht geraten sind. Institute wie Barclays, RBS und Citigroup haben bereits Mitarbeiter suspendiert. Die weltumspannende Untersuchung möglicher Manipulationen der Referenzkurse verschiedener Währungen läuft schon seit dem Frühjahr.

Nicht der erste Manipulationsfall
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5 Kommentare zu "Finanzmarkt-Skandale: Deutsche Bank entlässt Devisenhändler"

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  • Es ist eine Schande und einfach peinlich , was bei der db seit der Ermordung von Alfred Herrhausen abgeht. Herrhausen war meines Wissens der letzte Vorstandsvorsitzende, der nie vor Gericht musste. alle die ihm folgten, machten dumme Fehler, die nicht selten vor Gericht endeten. Stichworte: Peanuts, Verletzung des Bankgeheinisses ( Kirch ) oder Victory-Gesten im Gerichssaal. Herrhausen war der letzte Topmann der db. Alle Nachfolger haben dem Ansehen der Bank und dem Berufstand geschadet, einfach nur peinlich!!!

  • Die DB geniesst so ungf. die Spitzenführung der schnell wachsenden Abzock-Gangster Community in der BRD. Früher Angreifer-Gangster Staat, nun Abzock-Gangster Staat. Irgendetwas fehlt in unserem Schul-System !!

  • Ihr Statement trifft die Sache im Kern!

    Vielleicht hatte ****** doch recht mit seiner Einschätzung über die weltweite Finanzmafia, die uns abhängige Bürger um das mühsam erarbeitete - vergleichsweise sehr kleine - Vermögen zur Altersabsicherung bringt...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Leider nur ein Bauernopfer, ein Neuanfang kann nur ohne Jain erfolgen; er hält es nicht einmal für nötig in deutscher Sprache zu kommunizieren (weil er es nicht richtig kann und auch nicht hinzulernen will). Genauso verhält es sich mit der Neuausrichtung, Jain will eigentlich gar nichts ändern und möchte weiter zocken, muß er aber gute Miene machen, da er ein Getriebener ist

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