Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Bankhaus Lampe

Strategische Anpassung des Geschäftsmodells offenbar unumgänglich.

(Foto: dpa)

Finanzsektor Bankhaus Lampe muss saniert werden – und das kostet Jobs

Das Düsseldorfer Traditionshaus hat Probleme im operativen Geschäft. Deshalb muss es Stellen abbauen und seine Strategie anpassen.
Kommentieren

Frankfurt„Zukunft braucht Herkunft“, mit diesem Slogan wirbt das Bankhaus Lampe um vermögende Kunden und Unternehmer. Mit der Herkunft gibt es keinerlei Probleme, schließlich existiert die zur Oetker-Gruppe gehörende Bank schon seit 1852. Mit der Zukunft ist es allerdings ein bisschen kompliziert.

„Aus Sicht der Geschäftsleitung sowie der Gesellschafter (sind) die strategische Anpassung des Geschäftsmodells sowie eine damit einhergehende Kostenoptimierung zur dauerhaften Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und somit zum Erhalt der Arbeitsplätze unumgänglich“, heißt es in einer Betriebsvereinbarung zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat des Geldhauses aus dem Februar, die dem Handelsblatt vorliegt.

Im Klartext: Lampe muss saniert werden, und das wird Arbeitsplätze kosten. 38 der insgesamt 626 Stellen sollen in diesem Jahr wegfallen, heißt es in dem Dokument.

Der Grund für die Maßnahmen findet sich ebenfalls in der Betriebsvereinbarung: „Geschäftsfelder sind operativ defizitär, so dass nur Sondereffekte wie zum Beispiel die Veräußerung von Beteiligungen in der jüngeren Vergangenheit zu einem positiven Geschäftsergebnis geführt haben.“ Für 2017 hat die Bank unter dem Strich einen Bilanzgewinn von 15 Millionen Euro ausgewiesen, nach 55 Millionen im Vorjahr.

Im vergangenen Frühjahr hat die Düsseldorfer Bank den größten Teil ihres Führungspersonals ausgewechselt, geführt wird das Institut jetzt von Klemens Breuer als Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter. Vor seinem Wechsel zu Lampe arbeitete Breuer als stellvertretender Vorstandschef für die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI).

Bei der RBI verantwortete der in Nordrhein-Westfalen geborene Breuer seit 2012 den Bereich Global Markets, zu dem unter anderem das Investmentbanking der Österreicher gehört.

In der kommenden Woche wird Lampe seine Zahlen für das Jahr 2018 vorlegen. In Finanzkreisen heißt es, dass das Institut auch dieses Mal einen positiven Bilanzgewinn ausweisen werde. Zu möglichen Verlusten im operativen Geschäft wollte sich die Bank nicht äußern.

„Es ist korrekt, dass es aktuell Personalmaßnahmen in unserem Haus gibt“, räumt Lampe ein. Die Bank habe unmittelbar nach dem Generationswechsel im Kreis der persönlich haftenden Gesellschafter im vergangenen Jahr einen Strategieprozess durchlaufen und ein Effizienzprogramm aufgelegt. Ziel des Projekts: „Produktivität und Prozesseffizienz an das Marktniveau anzupassen.“ Ein Blick auf die Konkurrenz zeige, dass die Probleme nicht nur Lampe, sondern die gesamte Branche betreffen würden.

Startseite

Mehr zu: Finanzsektor - Bankhaus Lampe muss saniert werden – und das kostet Jobs

0 Kommentare zu "Finanzsektor: Bankhaus Lampe muss saniert werden – und das kostet Jobs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote