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Finanztechnologie Ex-Bundesbanker Dombret berät künftig das Fintech Deposit Solutions

Im Mai vergangenen Jahres schied Dombret aus dem Bundesbank-Vorstand aus. Ab sofort berät er das Hamburger Fintech-Unternehmen Deposit Solutions.
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Kann jetzt sein Netzwerk in die Fintech-Branche ausweiten. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Andreas Dombret

Kann jetzt sein Netzwerk in die Fintech-Branche ausweiten.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt Er galt als „Außenminister“ der Deutschen Bundesbank. Andreas Dombret hat bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Notenbank im Mai 2018 binnen acht Jahren fünf Millionen Flugmeilen angesammelt. Und so wunderte es nicht, dass der Vielflieger nach einem halben Jahr Auszeit im November Beratermandate in London und Tokio annahm sowie anfing, Vorträge an der New Yorker Columbia University zu halten. Doch eine neue Funktion in der Heimat fehlte dem umtriebigen Deutsch-Amerikaner damals noch.

Die hat er jetzt in Hamburg gefunden: Der 59-Jährige wird ab sofort dem Finanztechnologie-Unternehmen Deposit Solutions als „Senior Advisor“ beiseite stehen. Ein Sprecher des Betreibers der Zinsplattformen Savedo und Zinspilot bestätigte entsprechende Informationen des Handelsblatts. „Herr Dombret wird uns bei der weiteren internationalen Expansion strategisch beraten“, sagte er.

Deposit Solutions bringt mit seinen Zinsportalen Sparer und Banken zusammen. Damit ist das Start-up in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz aktiv. 2019 will die Fintech-Firma in die USA und Großbritannien expandieren. Das Geld hat Deposit Solutions 2018 eingesammelt: Damals hatten Kapitalgeber wie der Paypal-Mitgründer Peter Thiel und die FinLab AG 100 Millionen Dollar investiert.

Mit dem Beraterposten kann Dombret, der vor seiner Zeit bei der Bundesbank bei Rothschild und Bank of America als Investmentbanker aktiv war, sein Netzwerk in die Fintech-Branche ausweiten. Doch dabei dürfte es der ehrgeizige Banker nicht belassen.

Im Mai läuft die einjährige Abkühlphase aus, die nach einem Ausscheiden bei der Bundesbank vorgeschrieben ist. Danach könnte er sich Management- oder Aufsichtsratsposten vorstellen, wie in seinem Umfeld zu hören ist. Für den Chefposten bei der BayernLB war er bereits im Gespräch – ohne Erfolg.

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