Finanztechnologie HSBC-Chefin sieht Fintech-Sterben kommen

Die Deutschland-Chefin der Großbank HSBC prognostiziert Fin-Tech-Unternehmen keine gute Zukunft in Deutschland. Nur wenigen kleinen Unternehmen traut sie zu, mit IT-Lösungen für den Zahlungsverkehr bestehen zu können.
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HSBC-Chefin Carola von Schmettow sieht Fintech-Sterben kommen Quelle: dpa
HSBC Deutschland

Carola von Schmettow sieht dunkle Zeiten für Fintech-Unternehmen in Deutschland aufkommen. Sie vergleicht die Situation mit dem Verschwinden von Biotech-Firmen vor wenigen Jahren.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutschland-Chefin der Großbank HSBC, Carola von Schmettow, traut vielen so genannten Fintechs trotz des aktuellen Booms nur eine sehr begrenzte Lebensdauer zu. „Das große Fintech-Sterben wird noch kommen“, sagte von Schmettow am Montag auf der „Euro Finance Week“ in Frankfurt.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 700 dieser innovativen Unternehmen an der Schnittstelle von IT und Banken. „Nur einige wenige Große werden überleben“ prognostizierte die Bank-Managerin. Ähnlich wie beim Auftreten der Biotech-Firmen vor einigen Jahren, als viele von großen Pharmakonzernen aufgekauft wurden, werde es auch bei den Fintechs sein. So könne die Agilität der kleinen, innovativen Unternehmen mit der Stärke der großen Institute zusammengebracht werden.

In den vergangenen Jahren sind rund um die Finanzbranche eine Vielzahl kleiner, sehr innovativer Firmen entstanden, die mit ihren IT-Lösungen etwa im Zahlungsverkehr oder bei der Bonitätsprüfung von Kunden die etablierten Spieler angreifen.

Die meisten dieser Firmen sind bislang über das Stadium von Startups nicht hinausgekommen. Experten erwarten, dass bis zu 80 Prozent von ihnen die nächsten Jahre nicht überstehen werden.

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