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Finanztip Warum es sich lohnt, über Internetportale Kfz-Versicherungen zu vergleichen

Erstaunlich viele Autofahrer prüfen kaum günstigere Alternativen zu ihrer Kfz-Versicherung. Ein Fehler, der laut einer Studie viel Geld kosten kann.
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Die durchschnittlichen Haftpflichtbeiträge für Versicherungswechsler sind seit August 2018 um 17 Prozent gesunken. Quelle: dpa-tmn
Kfz-Versicherung

Die durchschnittlichen Haftpflichtbeiträge für Versicherungswechsler sind seit August 2018 um 17 Prozent gesunken.

(Foto: dpa-tmn)

BerlinIn Zeiten des Internets sollten Preisvergleiche selbstverständlich sein. Doch längst nicht alle Autobesitzer tun es. So hat jeder fünfte noch nie seine Kfz-Versicherung gewechselt, lautet das Ergebnis einer Studie im Auftrag der gemeinnützigen Verbraucherratgeber Finanztip.

Fast 40 Prozent der Autofahrer wählen weiter den Weg über die Filiale des Versicherers oder den Versicherungsvertreter, wenn sie eine Kfz-Versicherung abschließen wollen. „Das kann teuer werden“, warnt Finanztip-Versicherungsexpertin Silke Kursawe. Schließlich sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese Angebote zu den günstigsten gehören. Online, so die Empfehlung, ließen sich die Konditionen der Versicherer leichter vergleichen.

Finanztip ist der Frage nachgegangen, wie der Verbraucher eine möglichst günstige Kfz-Versicherung finden kann. Dabei haben die Verbraucherberater 32 Musterprofile von Kunden und vier Onlineportale und einen Direktversicherer ausgewählt. Dazu zählen die Portale Verivox, Check24, autoversicherung.de, geld.de und der Direktversicherer Huk24.

Einige Billigtarife wurden nicht berücksichtigt, da Finanztip Mindestkriterien aufstellte. Dazu gehören Deckungssummen von 100 Millionen Euro, Abdeckung von Marderbissen und eine auf alle Tiere erweiterte Wildschadendeckung.

Eine wichtige Erkenntnis lautet dabei: Kein Anbieter oder Portal bietet immer den besten Preis. Kunden sollten daher mehrere Angebote von Portalen und Direktversicherern vergleichen. Wer Check24 und Huk24 kombiniere, erhalte die besten 23 Angebote für die 32 Musterprofile. Bei einer Kombination von Verivox und Huk24 seien es 20, bei Check24 und Verivox 18.

Mögliche Kostenfallen können die Verbraucher aber auch aus eigener Initiative umgehen. Um das mögliche Sparpotenzial darzustellen, hat Finanztip einen Musterkunden konstruiert. Der 47-jährige Angestellte fährt einen Toyota Landcruiser, wobei der Fahrerkreis nicht eingeschränkt ist, und zahlt monatlich seine Voll- und Teilkasko ohne Selbstbeteiligung an einen großen deutschen Versicherer. Die jährliche Fahrleistung liegt bei 25.000 Kilometern, eine vom Versicherer vorgegebene Werkstattbindung liegt nicht vor.

Die jährlichen Kosten dieses Musterkunden in Höhe von rund 8.400 Euro lassen sich auf 618 Euro drücken, wenn nur der Versicherungsnehmer fährt, die Kilometerleistung auf 10.000 Kilometer begrenzt wird, eine Werkstattbindung vorliegt, eine Selbstbeteiligung verabredet wird und die Zahlungen jährlich erfolgen. Wenn der Verbraucher dann noch zum günstigsten Anbieter wechselt, ist er bei 618 Euro angekommen.

Finanztip räumt ein, dass ihr Musterkunde ein drastisches Beispiel ist. Aber wer bei den Versicherungsmerkmalen falsche Entscheidungen treffe, zahle im Extremfall das Zehnfache, bemerkt Versicherungsexpertin Kursawe.

Im Schnitt zahlen die Deutschen für ihre Kfz-Versicherung einschließlich Teil- und Vollkasko rund 430 Euro im Jahr. Und bewegen damit ein großes Versicherungsvolumen. Denn nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts rollen rund 46 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen.

Haben sich die Verbraucher durchgerungen, ihren Versicherungsanbieter zu wechseln, sollten sie noch auf ein paar formale Dinge achten. Die Kündigung der Kfz-Versicherung ist häufig zum Jahreswechsel fällig. Da die Kündigungsfrist einen Monat beträgt, sollte zum 30.11. gekündigt werden.

Wird im Vertrag die Kündigung als „Textform“ verlangt, genüge eine E-Mail, bei „Schriftform“ sei ein unterschriebener Brief oder ein Fax nötig. Dabei sollten die Adresse, das Datum, die Adresse des Versicherers, Versicherungsschein-Nummer und das Kennzeichen nicht fehlen.

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