Finma Schweizer Aufsicht wirft Raiffeisen-Bankgruppe gravierende Mängel vor

Im Zuge der Inhaftierung des einstigen Raiffeisen-Chefs Vincenz wirft nun auch die Schweizer Bankenaufsicht dem Institut schwere Verletzungen vor.
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Wegen möglicher Interessenskonflikte wurde gegen den Ex-Raiffeisen-Chef ein Strafverfahren eingeleitet. Quelle: Euroforum
Pierin Vincenz

Wegen möglicher Interessenskonflikte wurde gegen den Ex-Raiffeisen-Chef ein Strafverfahren eingeleitet.

(Foto: Euroforum)

ZürichDie Schweizer Bankenaufsicht Finma hat der Raiffeisen-Bankengruppe schwerwiegende Mängel in der Unternehmensführung vorgeworfen und Maßnahmen angeordnet. „Die Finma stellt fest, dass die Bank Interessenkonflikte ungenügend gehandhabt hat“, erklärte die Behörde am Donnerstag.

„Zudem hat der Verwaltungsrat der Bank die Aufsicht über den ehemaligen CEO vernachlässigt.“ Die Behörde konstatierte bei dem Institut aus St. Gallen eine „schwere Verletzung der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen“.

Die Finma ordnete unter anderem an, dass sich der Verwaltungsrat der Bank erneuern und fachlich verstärken muss. Zudem muss Raiffeisen die Vor- und Nachteile einer Umwandlung von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft vertieft prüfen, „da Rechtsform und Gruppenstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Anforderungen in Sachen Corporate Governance haben.“

Raiffeisen erklärte, die Finma-Verfügung anzuerkennen und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet zu haben.

Der langjährige ehemalige Schweizer Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz war am Mittwoch nach mehr als drei Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen Vincenz wegen möglicher Interessenskonflikte eingeleitet. Im Zuge dieser Untersuchung hatte auch Raiffeisen Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef eingereicht.

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  • rtr
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