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Fintech-Branche Start-up Vantik will die Altersvorsorge digitalisieren

Das Start-up Vantik zielt mit einem neuartigen Konzept auf die Kunden der Lebensversicherer – und bestätigt mit seiner Geschäftsidee einen Trend.
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Das Start-up bietet ein neues Modell für die Altersvorsorge an. Quelle: Vantik
Vantik-Gründer Til Klein

Das Start-up bietet ein neues Modell für die Altersvorsorge an.

(Foto: Vantik)

FrankfurtEinfach, schnell, online – auch die für viele Menschen immer wichtigere finanzielle Vorsorge fürs Alter lässt sich digital ohne größeren Aufwand organisieren. Immer mehr Anbieter tummeln sich in dem Segment, meist sind es Sparpläne mit den kostengünstigen indexnachbildenden Fonds ETF, manche bauen einen Risikopuffer ein.

Ein neues Start-up bietet nun eine Altersvorsorge mit ETF mit einem solchen Puffer über das Smartphone an. Dazu gibt es am Markt Unternehmen, die Online-Vergleiche von Versicherungen machen und Rentenlücken berechnen.

„Der Altersvorsorgemarkt steckt inmitten einer digitalen Transformation“, erklärt Michael Paulweber, Experte für technologische Lösungen für die Altersvorsorge bei der Unternehmensberatung Willis Towers Watson. Fintechs und klassische Anbieter lieferten sich ein spannendes Rennen um einen neuen Zugang zu Kunden, sagt er. Zu den Erfolgsfaktoren zählt Paulweber neben hoher digitaler Kompetenz aber weiterhin den direkten Kontakt – „denn das Vorsorgegeschäft baut auf Vertrauen auf“.

Ein neues Modell einer Altersvorsorge mit ETF kommt am Dienstag auf den Markt, wie das Handelsblatt erfuhr. Über das Smartphone können Interessierte in elf Minuten ein Konto eröffnen und jederzeit Geld ein- und auszahlen, wie Til Klein, Gründer des Berliner Start-ups Vantik, erzählt. Das Kapital fließt in einen Dachfonds, der beim Luxemburger Fondshaus Axxion geführt wird und auf ETF in Aktien, Anleihen, Immobilienaktien und Rohstoffe setzt.

 Damit unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte drei bis vier Prozent Rendite pro Jahr nach Kosten von insgesamt 1,18 Prozent im Jahr erreicht werden können, geht ein Prozent der Einzahlungen an eine Stiftung, die gerade gegründet wird, wie Klein sagt.

Mit diesem Kapital, das risikoarm am Geldmarkt oder in Bundesanleihen angelegt werden soll, baut diese Art Treuhandstelle einen gemeinsamen Risikopuffer für alle Sparer auf. Über Stresstests habe man das Modell für extreme Marktphasen der vergangenen 50 Jahre abgeklopft, erklärt der frühere Partner des Beraters BCG.

Wegen des Sicherheitspuffers sieht Klein den Fonds als Alternative zu einer Lebensversicherung und nennt Vantik Insurtech, also einen digitalen Anbieter im Versicherungssektor. Zur Finanzierung hat Vantik 2,5 Millionen Euro eingesammelt, zuletzt beteiligte sich der Gründer des Finanzportals Onvista, Stephan Schubert.

Digitale Angebote im Versicherungssektor boomen

Am Markt vergleicht man das neue Produkt mit anderen Fondsangeboten und digitalen Versicherungslösungen. So managen Vermögensverwalter ETFs in Dachfonds und verändern die Anteile von Aktien, Anleihen und Rohstoffen nach quantitativen Regeln.

Fintechs für Vermögensverwaltung, Robo-Advisor, bieten zudem automatisierte Anlagestrategien oft mit ETFs und Risikomanagement. Insurtechs wie Mypension bieten mithilfe eines Versicherers Rentenversicherungen auf ETF-Basis an zu effektiven Kosten von unter einem Prozent im Jahr.

Digitale Angebote im Versicherungssektor boomen. Vor über drei Jahren entstanden die ersten Insurtechs, mittlerweile gibt es über 100 Anbieter in Deutschland. Verbrauchern begegnen dabei drei Arten von Start-ups: Makler, die Preisvergleiche machen, die auch traditionelle Anbieter einschließen.

Daneben gibt es Vermittler, die Lücken in den bisherigen Angeboten etablierter Versicherer ausgemacht haben, eigene Tarife für Produkte bei Versicherern entwickeln, sowie rein digitale Anbieter ohne und mit Versicherungslizenz.

Kostenlose Makler-Apps wie Clark, Wefox oder Feelix gehören heute zu den bekanntesten Start-ups der Branche. Clark ist mit nur 150.000 Kunden schon eines der größten Insurtechs Europas. Das Unternehmen versucht, möglichst alle schon bestehenden Policen zu erfassen, und bietet dann – auch per Telefon – Ergänzungen an, um einen umfassenden Versicherungsschutz zu erreichen. Außerdem erstellt Clark eine Kalkulation zur Versorgungslücke im Alter.

Während die meisten Apps Tarife optimieren und alle Verträge digitalisieren, bietet Friendsurance einen besonderen Service: Der Makler fasst Verträge mehrerer Kunden zusammen und bietet eine Beitragsrückerstattung, wenn in der Gruppe keine oder nur geringe Schäden anfallen.

 Andere Insurtechs wie etwa Getsafe entwickeln und vertreiben neue Tarife, wobei die Absicherung ein klassischer Versicherer übernimmt. Weitere digitale Versicherer bieten eigene Sach-Policen an wie Hausrat-(Coya), Haftpflicht- (One) und Krankenversicherungen (Ottonova).

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