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Fintech Finanz-Start-Up Giromatch hat einen neuen Chef

Rund fünf Jahre nach der Gründung hat Robin Buschmann sein Finanz-Start-up verlassen. Als neuer Geschäftsführer kommt ein Ex-Banker und Investor an Bord.
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Der Gründer des Frankfurter Fintechs verlässt sein Unternehmen. Quelle: Screenshot
Giromatch-Website

Der Gründer des Frankfurter Fintechs verlässt sein Unternehmen.

(Foto: Screenshot)

FrankfurtDas Frankfurter Finanz-Start-up Giromatch hat einen neuen Geschäftsführer. In einer E-Mail an Geschäftspartner und Freunde, die dem Handelsblatt vorliegt, gab der Gründer und bisherige Geschäftsführer Robin Buschmann am Donnerstag seinen Nachfolger bekannt. Klaus Zimmermann sei „ein sehr erfahrener Banken-Manager und Entrepreneur“, so Buschmann. Er selbst werde sich Ende März aus der Geschäftsführung zurückziehen. Als Gesellschafter werde er dem Unternehmen aber weiter treu bleiben, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Buschmann hatte Giromatch 2014 gegründet, nachdem er zuvor mehr als fünf Jahre im Investmentbanking der Deutschen Bank gearbeitet hatte. Zunächst war das Fintech als Kreditmarktplatz für Privatleute gestartet und hatte sich 2017 als Technologieanbieter für Finanzdienstleister neu aufgestellt. Einen neuen Schwerpunkt für sein Unternehmen sah der 38-Jährige zuletzt insbesondere im Firmenkundengeschäft. Das hinke bei der Digitalisierung besonders hinterher, sagte er vor einem Jahr, als er eine Kooperation mit der Degussa Bank bekannt gab. Im ersten Schritt konnten Firmenkunden dank der Technologie von Giromatch bei Degussa online eine neue Firmenkreditkarte beantragen.

Klaus Zimmermann scheint nun einen etwas anderen Schwerpunkt zu setzen. „Wenn Kunden heute einen Kredit benötigen, informieren sie sich nicht mehr zuerst bei ihrer Hausbank, sondern über Vergleichsportale. Giromatch kann Banken dabei helfen, wieder den direkten Kontakt zum Kunden zu bekommen“, sagte Zimmermann dem Handelsblatt. Dieser Prozess sei sehr spannend. „Es hat mich gereizt, dieses Angebot aktiv aufzubauen.“ Auch einen digitalen Kreditabschluss an der Ladenkasse werde er vorantreiben. In dem Frankfurter Start-up ist der 49-Jährige schon lange bekannt, bereits 2015 war er als Gesellschafter eingestiegen.

In der Vergangenheit hatte Zimmermann zwölf Jahre bei der Dresdner Bank gearbeitet und dort das verbriefte Derivategeschäft geleitet. Danach leitete er sechs Jahre lang die Niederlassung der Dresdner Bank in der Schweiz, aus der zwischenzeitlich durch eine Übernahme die Schweizer Niederlassung der Commerzbank wurde. 2011 kehrte er nach Frankfurt zurück und verließ 2013 das Bankhaus.

Der neue Geschäftsführer von Giromatch ist auch als Investor aktiv. Quelle: privat
Klaus Zimmermann

Der neue Geschäftsführer von Giromatch ist auch als Investor aktiv.

(Foto: privat)

Im Anschluss hat er mit einem Geschäftspartner die Fondsgesellschaft Nalu Capital in Luxemburg gekauft und einen Fonds aufgelegt. Parallel habe er in Fintechs investiert, berichtet er, und sei seit zwei Jahren Partner bei der Investmentgesellschaft Sunray Ventures, die auf die Solar-, Recycling- und Konsumgüterbranche in Westafrika spezialisiert ist. „Mein Fokus liegt ab sofort auf Giromatch, daneben werde ich mich aber auch weiter um Sunray Ventures kümmern“, so Zimmermann.

Zur Seite stehen ihm bei Giromatch weiterhin die Geschäftsführer Sascha Wolf und Daniel Conradt, deren Schwerpunkte auf dem operativen Geschäft und der IT liegen, während sich Zimmermann auf den Vertrieb konzentriert.

Dass Gründer nach einigen Jahren ihr Unternehmen verlassen und sich neuen Projekten widmen, ist häufig zu beobachten. Beispiele dafür waren zuletzt etwa Alexander Graubner-Müller, der Vize-Chef des Kreditplattform Kreditech oder Sebastian Diemer, der sowohl Kreditech als auch das Factoring-Fintech Finiata gründete. Nicht selten treten dann Unternehmer mit länger Berufserfahrung in die Unternehmensführung ein.

Robin Buschmann hat seinen Rückzug aus dem Unternehmen nach eigenen Angaben selbst angestoßen. „Nach rund fünf Jahren freue ich mich jetzt darauf, nochmal etwas ganz Neues aufzubauen“, sagte er. In den nächsten Wochen werde aber erst einmal die Familie im Fokus stehen. „Mein Sohn ist zwei Wochen nach dem Start unseres ersten Produkts geboren, jetzt kann ich endlich mal viel Zeit mit ihm verbringen.“ Für die Zukunft von Giromatch sei er guter Dinge, „das Team wird Giromatch auch ohne mich weiter voranbringen“.

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