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Fintech-Forum Wie Fintechs das Leben von Frauen verbessern können

IWF-Chefin Lagarde diskutiert beim Branchentreff der Finanztechnologie über die Zukunft der Fintechs – und betont, wie wichtig Regulierung ist.
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Fintechs bieten Menschen weltweit neue Möglichkeiten. Dennoch fordern internationale Finanzexperten mehr Regulierung, damit Cyber-Attacken vorgebeugt werden kann. Quelle: obs
Digitales Banking

Fintechs bieten Menschen weltweit neue Möglichkeiten. Dennoch fordern internationale Finanzexperten mehr Regulierung, damit Cyber-Attacken vorgebeugt werden kann.

(Foto: obs)

ParisDas Pariser Fintech-Forum ist das größte Branchentreffen in Europa für Fintechs. 220 Firmenchefs und mehr als 150 Fintechs aus 60 Ländern treffen sich dort jährlich im „Palais Brongniart“, der ehemaligen Börse der französischen Hauptstadt.

Im Panel „Die Zukunft der Finanzwelt in Zeiten von Fintech: Neue Gelegenheiten, neue Risiken und neue Herausforderungen“ diskutierten die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, BBVA-Chef Carlos Torres Vila, Kabbage-Präsidentin Kathryn Petralia und Stefan Ingves, Gouverneur der schwedischen Zentralbank.

Lagarde will Fintechs für den „Kampf gegen Gewalt an Frauen“ nutzen. Die IWF-Chefin erzählt, sie habe eine Peruanerin getroffen, die Meerschweinchen züchtete und verkaufte. Per Mobiltelefon und Geldkarte konnte sie einfach und sicher ihre Geschäfte abwickeln.

„Neue Technologien im Finanzbereich können das Leben von Menschen verändern“, sagte Lagarde. Die Technologie sei besonders interessant für Arbeiter im Ausland, die kostengünstig Geld an ihre Familie in der Heimat überweisen möchten.

Cyber-Attacken sind das größte Risiko

Die digitale Finanzwelt müsse gefördert werden, um Wachstum zu schaffen. Die Technologie könne gerade dort helfen, wo das traditionelle Bankensystem nicht so gut funktioniert. Dabei sind sich die Währungsexperten größtenteils einig.

Die Rolle der Politik sei dabei nicht zu vernachlässigen, der Staat müsse Sicherheit für finanzielle Transaktionen schaffen. „In den USA oder China haben Fintechs sicher andere Auswirkungen“, so Lagarde. In China beispielsweise benutze man kaum noch Bargeld, alles sei völlig digitalisiert. „Daten können auch ein Mittel der Kontrolle sein“, warnte die IWF-Chefin. Es bestehe also ein Sicherheitsrisiko.

Stefan Ingves teilt zwar die Ansichten Lagardes, betrachtet die Fintechs aber naturgemäß auch aus Sicht der Zentralbanken: „Es ist wichtig, zu gewährleisten, dass das Finanzsystem sicher ist. Wir müssen dafür die Regeln verstehen und eine aktive Rolle spielen“, so Ingves. Bei Veränderungen müsse die wichtigste Frage sein: „Ist es gut für die Gesellschaft?'“

Carlos Torres Vila sieht viele Gelegenheiten der neuen Technologien, unter anderem für „Frauen in Armut“. Seine Bank habe in Fintechs investiert. Man könne durch die neuen Technologien auch „verdächtigen Aktivitäten oder Terrorismus“ leichter auf die Spur kommen. Dabei müsse man allerdings eine Lösung für den Austausch von privaten Daten finden – und darüber sei man sich selbst in Europa nicht einig.

Auch Kathryn Petralia sieht die neuen Technologien positiv: „Mehr Menschen haben durch bessere Produkte Zugang zur Finanzwelt, vor allem Frauen und kleine Unternehmen. Sie fühlen sich auf anonymen Websites oft wohler als an Schaltern in einer Bank.“ Vor fünf oder zehn Jahren sei so etwas noch nicht möglich gewesen.

„Neue Technologien fördern die Weltwirtschaft und schaffen Arbeitsplätze“, betonte sie deshalb. Sie warnt aber vor zu aggressiven Regulierungen, die Interessierte erstmal abschrecken könnten.

Einig waren sich alle zum Abschluss, dass das größte Risiko von Fintech etwaige Cyber-Attacken sind – und da sehen sie die Verantwortung bei den großen Tech-Konzernen. Es brauche allerdings genug Leute, um alles zu beobachten, so Ingves. Lagarde betonte: „Die Politik muss eng mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten.“ Doch auch dabei fordert Lagarde Regulierung: „Wir müssen die Sicherheit und Stabilität gewähren.“

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