Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Fintech Rapyd sammelt 100 Millionen Dollar ein – und wird mit fast einer Milliarde Dollar bewertet

Die Branche der Zahlungsdienstleister boomt. Das britische Fintech Rapyd will für internationale Onlinehändler mehr Zahlungen aus Schwellenländern abwickeln.
Kommentieren
Derzeit hat Rapyd rund 160 Mitarbeiter, bis Juni 2020 sollen es 250 werden. Quelle: Colourbox.com
Weltkugel

Derzeit hat Rapyd rund 160 Mitarbeiter, bis Juni 2020 sollen es 250 werden.

(Foto: Colourbox.com)

Frankfurt Der Boom der Zahlungsdienstleister zeigt sich erneut in einer großen Finanzierungsrunde für ein Finanz-Start-up (Fintech). Die britische Firma Rapyd sammelt 100 Millionen Dollar von Investoren ein, teilte sie am Dienstagnachmittag mit.

Damit hat Rapyd inzwischen insgesamt 160 Millionen Dollar erhalten. Dem Fachportal „Techcrunch“ zufolge nähert sich Rapyds Bewertung damit einer Milliarde Dollar. Das Fintech selbst äußert sich nicht dazu.

Rapyd wickelt Zahlungen für Onlinehändler ab und ist damit Wettbewerber von Unternehmen wie Adyen, Wirecard, Equens Worldline, Global Payments, Nets und Stripe. Dabei zielt Rapyd besonders darauf ab, dass die Händler auch Kunden beispielsweise in Schwellenländern erreichen, die keine Kreditkarte und womöglich nicht einmal ein Bankkonto haben.

Das dürfte vor allem für große Onlinehändler und -plattformen interessant sein, die den Anspruch haben, weltweit unterwegs zu sein. In solchen Fällen ist es zum Beispiel möglich, dass Verbraucher Onlinezahlungen auch über Bankautomaten anstoßen oder über das Mobiltelefon bezahlen können.

Rapyd konkurriere mit unterschiedlichen Unternehmen, die teils dieselben Dienstleistungen anböten, sagte Firmenchef und Co-Gründer Arik Shtilman dem Handelsblatt. „Anders als andere Zahlungsdienstleister bietet Rapyd aber auch Dienstleistungen wie Legitimitätsprüfung der Kunden und Auszahlungen an“, erklärte der 39-Jährige.

Dass Shtilmans Firma eine Marktnische im umkämpften Zahlungsverkehr gefunden hat, glauben auch die prominenten Investoren. Zu den neuen Geldgeber zählt unter anderem der Bezahldienst Stripe sowie Finanzinvestoren wie Oak und Tiger Global.

Bargeldzahlungen nehmen ab

Der Wagniskapitalgeber Target Global zählt zu den frühen Geldgebern. Rapyd biete eine Lösung für internationale Händler, um Kunden ohne Bankverbindung zu erreichen, zeigt sich Mike Lobanov, General Partner bei Target Global, überzeugt vom britischen Start-up.

Gestartet ist Rapyd im Jahr 2016. Derzeit hat die Firma rund 160 Mitarbeiter, bis Juni 2020 sollen es 250 werden. Das Geschäft der Zahlungsdienstleister boomt. Verbraucher zahlen weltweit immer weniger mit Bargeld – sowohl an der Ladenkasse als durch das Online-Shopping, wodurch die Volumina von Karten- und Onlinezahlungen rasant steigen. Die Branche scheine auf so etwas wie eine „goldene Zeit“ zuzusteuern, schrieb die Beratungsfirma McKinsey jüngst.

Sie prognostiziert, dass die Erträge im Zahlungsverkehr weltweit von zuletzt knapp 1,9 Billionen Dollar jährlich auf gut 2,7 Billionen Dollar im Jahr 2023 nach oben schnellen werden, wobei ein großer Teil aus Schwellenländern kommen dürfte. Just davon könnte Rapyd profitieren.

Mehr: Warum die Branche der Zahlungsdienstleister derzeit boomt.

Startseite

Mehr zu: Fintech - Rapyd sammelt 100 Millionen Dollar ein – und wird mit fast einer Milliarde Dollar bewertet

0 Kommentare zu "Fintech: Rapyd sammelt 100 Millionen Dollar ein – und wird mit fast einer Milliarde Dollar bewertet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.