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Fintechs Alipay kooperiert mit der Solarisbank

Das deutsche Fintech unterstützt Alipay beim Ausbau des europäischen Händlernetzes. Die Solarisbank könnte damit eine Lücke schließen.
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Mit rund 700 Millionen Nutzern zählt Alipay zu den größten Zahlungsdienstleistern weltweit. Quelle: dpa
Alipay

Mit rund 700 Millionen Nutzern zählt Alipay zu den größten Zahlungsdienstleistern weltweit.

(Foto: dpa)

BerlinDie Solarisbank soll Alipay dabei helfen, chinesische Touristen in Europa besser zu bedienen. Der chinesische Zahlungsdienstleister hat nach Informationen des Handelsblatts das deutsche Fintech mit Vollbank-Lizenz als weiteren Partner in Europa ausgewählt. Mit rund 700 Millionen Nutzern zählt Alipay zu den größten Zahlungsdienstleistern weltweit.

Knapp 13 Millionen chinesische Touristen reisten im Jahr 2017 nach Europa. Dort können sie im Gegensatz zu ihrer Heimat aber in vergleichweise wenigen Geschäften mit dem Smartphone bezahlen. Die Solarisbank soll helfen, das zu ändern. „Die Banking-as-a-service Plattform der Solarisbank bietet Alipay die ideale technische und regulatorische Unterstützung für den weiteren Ausbau unserer Händlernetzes“, sagt Xiaoquiong Hu, Alipays Head of Business Development. Roland Folz, Vorstandschef der Solarisbank, glaubt, dass die Zusammenarbeit „ein enormes Potential für alle Beteiligten“ birgt.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 konnte die Solarisbank mehr als 50 Unternehmen als Kunden gewinnen – darunter Finanzdienstleister wie Banken und Börsen, Kreditplattformen wie Smava oder Lendico sowie Start-ups wie AutoScout24. Ein richtig großer Kunde fehlt allerdings noch.

Diese Lücke soll jetzt mit Alipay geschlossen werden. Das Geschäft mit den reisefreudigen Chinesen gilt als aussichtsreich. Jährlich steigt die Zahl chinesischer Touristen im Ausland, mit mehr als 130 Millionen Reisenden machen sie den größten Anteil aller Touristen weltweit aus. Die Gesamtausgaben chinesischer Touristen beliefen sich 2017 weltweit auf rund 220 Milliarden Euro.

Die Solarisbank wird als Mittler zwischen Alipay und den Händlern auftreten: Das Fintech stellt als lizenzierte Händlerbank die Infrastruktur zur Verfügung, um die Zahl der Akzeptanzstellen zu erhöhen, und wickelt als sogenannter Acquirer die von den Händlern eingereichten Transaktionen ab. Im Gegenzug gibt es eine Gebühr, die vom abzurechnenden Umsatz abhängt und zwischen den beteiligten Parteien aufgeteilt wird.

Die Solarisbank ist nicht das erste deutsche Fintech, für das sich ein chinesisches Unternehmen interessiert. Im Herbst 2018 beteiligte sich beispielsweise das nach Marktkapitalisierung größte Versicherungsunternehmen der Welt, Ping An, mit knapp 42 Millionen Euro an der Solarisbank-Muttergesellschaft Finleap.

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