Firmenchef Blessing „Commerzbank kann eigenständig bleiben“

Der Staat hält ein großes Aktienpaket an der Commerzbank. Daran wird sich nach Einschätzung von Martin Blessing, Chef des Kreditinstituts, so schnell nichts ändern. Zweifel an der Eigenständigkeit bestritt er.
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Fehler gemacht, aber auch viel erreicht: Commerzbank-Chef Blessing. Quelle: dpa

Fehler gemacht, aber auch viel erreicht: Commerzbank-Chef Blessing.

(Foto: dpa)

FrankfurtCommerzbank-Chef Martin Blessing rechnet nicht damit, dass der Bund sein Aktienpaket in naher Zukunft verkaufen wird. Er sehe nicht, „dass der Bund bei dem aktuellen Aktienkurs ein Interesse daran hat, auszusteigen“, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Dass der 17-Prozent-Anteil des Staates an einen strategischen Investor, also zum Beispiel an eine andere Bank gehen wird, hält er für unwahrscheinlich. „Strategische Investoren wollen in der Regel etwas gestalten. Da wäre ein Anteil von 17 Prozent zu klein“, sagte er.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, dass der Staat seine Anteile an eine andere europäische Großbank verkaufen könnte. Es gab außerdem Zweifel daran, ob die Commerzbank eigenständig bleiben könnte. „Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die Commerzbank 2020 ihr 150-jähriges Bestehen als eigenständige und starke Bank für die deutsche Wirtschaft feiert“, sagte Blessing.

Aufräumen bei der Commerzbank

Obwohl der Manager immer wieder in der Kritik steht, ist ein vorzeitiger Rücktritt für ihn kein Thema. „Ich kann und will den Umbau der Commerzbank erfolgreich zu Ende bringen“, sagte er. Die Verkleinerung des Commerzbank-Vorstands, das der Aufsichtsrat am Mittwoch grundsätzlich beschlossen hatte, sei für ihn „von zentraler Bedeutung“ gewesen.

„Man kann doch nicht mehrere Tausend Mitarbeiter entlassen, weil man Kosten sparen und die Bilanzsumme verkleinern will, aber an der alten Führungsstruktur festhalten“, so Blessing. Das sei für ihn eine Frage der Glaubwürdigkeit. Dass er im Rahmen der Verhandlungen darüber sogar mit Rücktritt gedroht haben soll, bestritt er aber. „Das war nicht mein Thema“, so Blessing.

Operativ hat für Blessing die schnelle Verkleinerung der internen Bad Bank NCA Priorität. „Die Gewinne aus dem Kerngeschäft investieren wir größtenteils in den schnelleren NCA-Abbau, indem wir dort Abschreibungsverluste akzeptieren“, sagte er. 

Davon erhofft er sich auch einen Schub für den Aktienkurs. „Ich bin sicher, dass der Kurs sofort steigt, wenn die Abbaubank auf ein verträgliches Niveau geschrumpft ist und mehr Kapital für das Geschäft der Kernbank bleibt“, so Blessing. Die Bank hatte am Donnerstag berichtet, dass der Abbau derzeit schneller vorangeht als bislang gedacht. Daraufhin war der Aktienkurs des Instituts um beinahe 16 Prozent gestiegen.

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9 Kommentare zu "Firmenchef Blessing: „Commerzbank kann eigenständig bleiben“"

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  • Wenn Ihre Aussage mit den 4,1 Mrd. Euro stimmt, ist es die Sache des Aufsichtsrates den Versäumnissen des Vorstands nachzugehen und entsprechend zu handeln. Ggfs. Kann es auch eine Sache der BAFin sein.

    Aber Bedenken Sie bitte, dass die ALLIANZ über ein sehr gut funktionierendes Netzwerk verfügt. Vor Jahren wurden ihr seitens des Bundes bereits 6,4 Mrd. DM an Steuern erlassen. Dies lief damals unter der Aussage: Entflechtung der Deutschland AG, was nun wirklich jedem einfachen Steuerzahler, der redlich seine Steuern zählen musste, sehr am Herzen lag.

    Man muss fair bleiben. Der Fall ALLIANZ liegt ganz anders als der Fall Hoenß.
    Erstens ist er weit größer und zweitens hat die ALLIANZ vorher die Gesetze ändern lassen, die sie danach dann redlich beachtet hat.

    Sehen Sie sich beispielhaft den Beitrag des bayerischen Rundfunks an (google: youtube abgeordnetenkorruption br 18.01.2012).

  • Ich Kann nur von kommerzbank und comdirect abraten.
    hab versucht ein konto zu eröffnen wurde ohne angaben von gründen abgelehnt.Ich bin gelernter Kfz Mechatroniker, fest eingestellt seit 2005 und habe keine schulden.

  • die Commerzbank wird überleben -egal was noch passiert- denn sonst gäbe es in Deutschland nur noch die DB und dies ist von der Politik nicht gewünscht.

  • @ABC

    so ist es halt im Mittelalter...Sie haben vollkommen RECHT!

  • Was haben die Aktionäre nur getan?
    Blessing und Müller sind eine Strafe zuviel,es sind Versager,Träumer,...Sind sie die Strafe für ????
    Diesen Kerlen glaubt kein Mensch mehr.Keiner vertraut diesem Schreckensteam.Man kann sie nur mit Ächtung strafen.
    Wo sie auftreten, sollte man Feuerzeuge anzünden um sie an das verbrannte Geld zu erinnern und sie ausbuhen( wie in Bayreuth) natürlcih den Saal,den Raum,das Lokal,das Hotel,das Ladengeschäft,die Oper,....verlassen.
    Ihre pure Anwesenheit ist eine Zumutung.
    Man gebe Ihnen was sie wollen damit sie endlich verschwinden.Das ist immer noch billigerer als dieses Duo noch weitere Jahre an der Spitze der Coba zu ertragen

  • ..........................
    ...COMMERZBANK...
    ..........................
    kursziel €.8,34 in sichtweite..!!
    ..
    übrigens gibt es in den usa banken
    mit ähnlichen kursschwankungen.!!!
    ..................................
    BANK OF AMERICA
    ................
    2008.....USS.51,00
    tief.....USS..1,66
    aktuell..USS.14,61
    ..
    ..
    wer leser objektiv informieren will,
    sollte also über den tellerrand hin-
    aus sehen..!!
    ..

  • in de schützt sich Unfähigkeit, Kriminelle aus der verwaltenden Diktatur, unter den Deckmantel der korrupter Presse und Justiz selbst.
    Die Systemparasiten Schlemmern weiter am luxustrog, gefüllt durch den dummen Michel.

  • Kann das nicht auch der AR fordern? Zumal der Vorstand auch dazu verpflichtet ist, Schaden von der Gesellschaft abzuwenden.

  • Wenn ihm Eigenständigkeit so wichtig ist: Warum hat der Mann dann nicht den Verlust von 4,1 Mrd. € bei der Allianz eingeklagt, den deren heruntergewirtschaftete Tochter Dresdner Bank bei der Übernahme mitgebracht hat? Bisher hat den Verlust einzig die Commerzbank bzw. der Staat getragen. Aber Herr Blessing wird sicher seine Gründe haben, warum er seinen früheren Arbeitgeber schont.

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