FMH-Kreditkarten-Vergleich Praktisch, nicht billig

Bei Reisen außerhalb Europas gelten Kreditkarten als gute Alternative, um Einkäufe zu bezahlen und Bargeld zu beschaffen. Allerdings droht hier die Kostenfalle: Manche Unternehmen verlangen hohe Gebühren. Ein Vergleich.
  • André Schmidt-Carré
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Visa, Mastercard und Co: Kreditkarten im Vergleich Quelle: Getty Images

Für Verbraucher lohnt sich ein genauer Blick in den Preiskatalog. Für so manche Dienstleistung werden bei einigen Anbietern hohe Gebühren fällig.

(Foto: Getty Images)

KölnDie Deutschen befinden sich im Dauer-Reisefieber. Nur knapp ein Viertel der Bundesbürger urlaubt in heimischen Gefilden zwischen Sylt und Allgäu, die meisten zieht es in die Ferne. Geschäftsreisen führen ebenfalls oft ins Ausland. In all diesen Fällen stellt sich die Frage: Wie komme ich vor Ort an Geld? Bargeldeinfuhren sind häufig nur begrenzt erlaubt und sinnvoll, Bankkarten funktionieren fern der Heimat lediglich eingeschränkt.

Kreditkarten gelten deshalb für Vielreisende als wichtigstes Zahlungsmittel weltweit. Allerdings unterscheiden sich die für die Nutzung im außereuropäischen Ausland erhobenen Gebühren deutlich, wie eine aktuelle Übersicht der FMH-Finanzberatung zeigt. „Es lohnt sich, bei den Gebühren genau hinzuschauen“, sagt FMH-Chefin Sigrid Herbst.

Die Experten von FMH haben die Grundpreise und Gebühren ausgewertet, die fällig werden, sobald mit der Kreditkarte in fremder Währung bezahlt oder Bargeld abhoben wird. Beim Abheben von Bargeld berechnen die Bankhäuser, die die Karten ausgeben, ein sogenanntes Auslandseinsatzentgelt (AEE) für die Umrechnung der Fremdwährung in Euro. Am Geldautomaten kommen je nach Anbieter weitere Kosten hinzu.

Zur besseren Vergleichbarkeit haben die Finanzexperten ein konkretes Fallbeispiel unterstellt, bei dem der Kreditkartennutzer dreimal ins außereuropäische Ausland reist, jeweils für umgerechnet 200 Euro Bargeld am Geldautomaten abhebt und zudem je einen Einkauf in Höhe von umgerechnet 800 Euro in der Fremdwährung mit seiner Kreditkarte bezahlt.

Die günstigste Karte in der FMH-Auswertung ist bei diesem Szenario die 1plus-Visa-Card der Santander Consumer Bank. Das Institut erhebt für die Kreditkarte weder einen Grundpreis, noch fallen im Ausland beim Bezahlen oder beim Geldabheben am Automaten irgendwelche Gebühren an. Beim Zweitplatzierten, der Mastercard Gold der Advanzia Bank, entstehen lediglich Kosten für das Geldabheben am Automaten, die sich in dem FMH-Szenario auf überschaubare 5,19 Euro summieren.

Bei allen anderen Karten müssen Kunden deutlich mehr berappen: Das Bezahlen im Geschäft mit der Goldcard der Hanseatic Bank kostet beispielsweise zwei Prozent der Einkaufssumme und würde für die drei Reisen allein mit 48 Euro zu Buche schlagen. Zudem lohnt die Karte sich nur, wenn der Kunde sie auch regelmäßig nutzt. Bleibt sein Jahresumsatz unter 3.000 Euro, bezahlt er ab dem zweiten Jahr zusätzlich einen Grundpreis von 45 Euro.

Einige Banken bieten verschiedene Kreditkartenvarianten an. In diesem Fall sollte der Verbraucher besonders genau hinschauen, wie die Untersuchung zeigt: Das Schlusslicht in der FMH-Tabelle der günstigsten Kreditkarten für Vielreisende stammt genauso wie der Vergleichssieger von der Santander Consumer Bank. Für deren Sunnycard würden in dem Beispielszenario 73,50 Euro fällig.

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1 Kommentar zu "FMH-Kreditkarten-Vergleich: Praktisch, nicht billig"

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  • Also bei der DKB Kreditkarte gehe ich ja mit, aber warum die Visa Classic der Wüstenrot Direct auf dem 2. Platz landet, ist mir schleierhaft. Die Santander 1plus Visa ist da meiner Meinung nach besser aufgehoben, wo keine Pauschalbeträge für die Zahlungen erhoben werden. Auch die Andasa MasterCard GOLD kostet laut https://www.kreditkarte-kostenlos-im-vergleich.de/ nichts. Warum werden diese hier nicht berücksichtigt? Auf dem 3. Platz hätte ich eher die N26 Kreditkarte gesehen.

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