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Forderung der Bank of England Britische Banken sollen vor Brexit liquide Vermögenswerte erhöhen

Die britische Notenbank pocht auf Liquidität der Banken in Großbritannien – sollte es Ende März wirklich zu einem harten Brexit kommen.
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Die britische Notenbank will gerüstet sein für den Fall eines harten Brexits: Sie drängt auf Liquidität der britischen Banken. Quelle: Reuters
Bank of England

Die britische Notenbank will gerüstet sein für den Fall eines harten Brexits: Sie drängt auf Liquidität der britischen Banken.

(Foto: Reuters)

LondonDie britische Notenbank hat einem Medienbericht zufolge einigen heimischen Finanzinstituten aufgetragen, die Menge der leicht zu veräußernden Vermögenswerte zu verdreifachen.

Damit sollten sie sich gegen einen möglichen Chaos-Brexit wappnen, berichtete die „Financial Times“ am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Geldhäuser sollten dadurch einer außerordentlichen Belastung von 100 Tagen standhalten können anstelle der von den Aufsichtsbehörde geforderten 30 Tage.

Banken werden dem Bericht zufolge außerdem dazu gezwungen, ihre Bilanzen unter der Annahme zu gestalten, dass sie nicht in der Lage sein werden Dollar in Sterling umzutauschen – wie es während der Finanzkrise in einigen Fällen passiert ist.

„Die Aufsichtsbehörde hat ein strenges Auge auf die Liquidität und wir müssen zwei Mal am Tag unseren Stand offen legen. Uns kommt die Liquidität schon zu den Ohren raus“, sagte der Chef einer großen britischen Bank der „Financial Times“.

Im Falle eines sogenannten „harten Brexits“ befürchtet die britische Notenbank „maßgebliche Marktschwankungen“. Allerdings versprach der oberste Währungshüter auch, dass genug Kapital vorhanden sein würde, um die schlimmsten Szenarien zu überstehen.

Im Falle einer Krise werden Investment-Fonds und Vermögensverwaltungen möglicherweise anfälliger sein als normale Banken, heißt es. Das Ergebnis des Drängens auf mehr Liquidität wird sein, dass die Banken verstärkt in ultra-sichere Anlagewerte investieren werden, wie zum Beispiel US-Staatsanleihen. „Das wird alles Auswirkungen auf die Gewinne der Banken haben, und das ist keine banale Sache sein“, so ein Bankberater.

Eine Sprecherin der Zentralbank wollte sich nicht dazu äußern. Großbritannien will die Europäische Union (EU) nach bisheriger Planung Ende März verlassen. Ohne Ratifizierung des Brexit-Vertrags droht ein ungeregelter Austritt mit unabsehbaren wirtschaftlichen und politischen Folgen.

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